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Der große tz-Stadtviertel-Check: Wo lebt es sich in München am besten?

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Von: Marius Epp, Daniela Pohl

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Die Mariensäule und die Frauenkirche ist bei blauem Himmel und Sonnenschein in der Landeshauptstadt zu sehen.
München ist beliebt - fast zu beliebt, wenn man auf die Wohnpreise blickt. © Felix Hörhager/dpa

In München wohnen - aber wo? Die bayerische Landeshauptstadt bietet eine Menge Möglichkeiten. Wir machen den Stadtteil-Check.

München - Grün und gemütlich, gute Jobs und viel Sicherheit: München landet in Städte-Ranglisten zur Lebensqualität regelmäßig auf den vorderen Plätzen. Innerhalb der Stadt gibt es allerdings große Unterschiede – das bestätigt nun auch eine neue Studie.

Die Datenauswertung des Immobilienportals Scoperty hat sich vor allem mit der Frage beschäftigt, in welchen Münchner Vierteln die Angebote für Familien besonders gut sind. Dabei wurden absolute Zahlen in verschiedenen Kategorien erfasst (siehe Tabelle unten) – unter anderem die Anzahl der Schulen, Kitas und Spielplätze.

München: Der Stadtteil-Check - Pasing und Bogenhausen punkten

Andere Werte wie etwa die Abdeckung mit Supermärkten, die Anzahl der Parks und die Anbindung an Bus und Bahn sind für alle Bevölkerungsgruppen relevant – und für die Wohnkosten gilt das sowieso… Und wer schneidet jetzt gut ab? Scoperty-Geschäftsführer Yashar Moradi nennt da zum Beispiel Pasing*: „In puncto Kitas, öffentlicher Nahverkehr und Grünflächen liegt der Stadtteil in den Top 10 der Münchner Stadtteile.“ Gleichzeitig sind die Immobilienpreise im Münchner Vergleich relativ günstig.

Viele Pluspunkte sammelt auch Bogenhausen*. „Auch wenn das Viertel sicher nicht zu den günstigsten gehört, ist das Verhältnis Preis-Infrastruktur hier für Familienvergleichsweise gut“, sagt Moradi. Kritisch ist die Situation mancherorts vor allem, was die Versorgung mit Kitaplätzen und Arztpraxen angeht.

Die einzelnen Stadtbezirke Münchens in Zahlen.
Die einzelnen Stadtbezirke Münchens in Zahlen. © Scoperty, Statistisches Amt München, Indikatorenatlas, Aigner Immobilien Research (Für Mietpreise)

München: Der Stadtteil-Check - Haidhausen ist Kita-Spitzenreiter

Vom Kreisjugendring heißt es auf tz-Anfrage: „Das Problem ist nicht so sehr die Menge der Kitas, oft ist vielmehr die Personalsituation schwierig. Es gibt zu wenig Erzieher.“ Von den reinen Zahlen her wäre Au-Haidhausen* besonders gut mit Kita-Plätzen versorgt: Dort kommen 742 Einwohner auf eine Kita. Zum Vergleich: In Schwabing* sind es doppelt so viele (1432). Beide Stadtteile sind von der demografischen Zusammensetzung her durchaus vergleichbar.

Hintergrund für diesen Vergleich sind nicht die absoluten Zahlen, sondern der Abgleich mit der jeweiligen Einwohnerzahl des Viertels. Große Unterschiede gibt es bei der Versorgung mit Ärzten. Während im Stadtbezirk Altstadt-Lehel 346 Einwohner auf einen Allgemeinmediziner kommen, streiten sich in Hadern 3344 Einwohner um einen Arzt.

München: Der Stadtteil-Check - Meiste Familien wohnen im Osten

Grundsätzlich leben die meisten Familien im Osten der Stadt. Die Statistik zeigt: Vor allem in Trudering-Riem* und Ramersdorf-Perlach* sind die Haushalte besonders groß. In den zentraleren Vierteln Maxvorstadt und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt leben im Verhältnis mehr Singles – sicher auch deshalb, weil die Wohnpreise hier höher sind.

Zum Austoben ist vor allem das Viertel Milbertshofen-Am Hart geeignet: Ganze 92 Spielplätze hat das Viertel seinen 76 000 Einwohnern anzubieten. Spitzenreiter ist hier Thalkirchen-Obersendling-Fürstenried-Forstenried-Solln mit 131 Spielplätzen (knapp 99 000 Einwohner). Daniela Pohl, Marius Epp *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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