1. tz
  2. München
  3. Stadt

München-Wahnsinn: Strafzettel wegen „ein paar Millimeter“ Schnee auf dem Dach – „Lächerlich“

Erstellt:

Von: Claudia Schuri

Kommentare

Ein schneebedecktes Autodach
Ein schneebedecktes Autodach kann im Winter die Unfallgefahr erhöhen. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Wer im Winter Auto fährt, muss sein Fahrzeug fahrbereit machen. Ist man bei der Vorbereitung nicht gründlich genug, kann das mitunter teuer werden.

München – Leise rieselt der Schnee: In München* hat der Winter Einzug gehalten. Durch das kalte Wetter* steigt auch die Unfallgefahr. Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig sein – und die Polizei* ist ebenfalls aufmerksam. „Wir kontrollieren im Rahmen der Streifentätigkeit“, sagt Sprecher Michael Marienwald.

Auch Florian U. wurde am Wochenende gestoppt, als er auf der Grünwalder Straße unterwegs war. Und bekam 25 Euro Verwarngeld* aufgebrummt. Der Vorwurf: Schnee auf dem Dach. Mit einer dicken Schneeschicht fuhr der Münchner aber keineswegs umher, wie er betont. „Es war eine leichte Zuckerschicht, nur ein paar Millimeter“, sagt er. Eine halbe Stunde habe die Kontrolle gedauert. „Lächerlich“, sagt er.

Polizei München warnt: Schon wenig Schnee auf dem Autodach sorgt bei der Fahrt für Gefahr

Prinzipiell gilt allerdings tatsächlich, dass man Fahrzeuge komplett von Schnee und Eis befreien muss, sagt Polizeisprecher Marienwald: „Auch lockerer, loser Schnee muss entfernt werden“, sagt er. „Wenn es beim Losfahren erst einmal eine Schneewolke gibt, ist das gefährlich.“ Besonders wichtig sei es auch, die Frontscheibe von Eis zu befreien. Lkw-Fahrer müssen zudem Wasser aus der Plane über dem Laderaum entfernen.

„Wenn das Wasser gefriert und die Eisplatte herunterfällt, ist die Verletzungsgefahr groß“, sagt Marienwald. Das könne im Extremfall sogar als Straftat geahndet werden. Und natürlich sind jetzt Winter- oder Allwetter-Reifen Pflicht. „Man geht im Winter auch nicht mit Flip-Flops raus!“ Wer mit Sommerreifen unterwegs ist, zahlt 60 Euro und kassiert einen Punkt.

ADAC: Winterreifen unersetzlich – sonst drohen „bei Unfall Probleme mit der Versicherung“

Auch der ADAC weist auf das Thema hin. „Ohne die richtigen Reifen kann es bei einem Unfall auch Probleme mit der Versicherung geben“, sagt Experte Alexander Kreipl. „Am allersichersten sind Winterreifen.“ Wer sein Auto winterfest macht, sollte auch prüfen, ob genug Kühlerfrostschutz und Scheibenfrostschutz vorhanden sind, rät Kreipl.

„Und man hat am besten immer einen Besen und einen Scheibenkratzer dabei.“ Denn: „Ein Guckloch an der Windschutzscheibe reicht nicht.“ Keine gute Idee ist es übrigens, den Motor warmlaufen zu lassen. Auch das ist verboten. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare