Das müssen Pendler wissen

„Erhebliche Einschränkungen“ bei nächstem München-Streik: MVG warnt bereits - wichtige Fragen bleiben offen

In den Bussen hieß es aufgrund des MVG-Streiks zusammenrücken.
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In den MVG-Bussen könnte es auch am Freitag eng werden, hier ein Bild vom Streik am 29. September

Am Freitag wird in München erneut der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Bereits vorab stellt die MVG klar, dass es zu erheblichen Einschränkungen kommen wird.

  • Für Freitag (9. Oktober) sind erneut Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Die Folgen werden auch in München spürbar sein.
  • Der U-Bahn-Verkehr ist „nach jetzigem Kenntnisstand“ nicht betroffen, lediglich Busfahrer und Fahrkartenkontrolleure streiken.
  • Vorab warnt die MVG bereits.

Update 7. Oktober, 13.28 Uhr: Vor dem am Freitag anstehenden Streik warnt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vor erheblichen Einschränkungen. Ab Betriebsbeginn (ungefähr 3.30 Uhr) bis in die Mittagsstunden soll der Busbetrieb komplett bestreikt werden.

„Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Streikaufruf folgen, ist unklar. Es ist aber mit erheblichen Einschränkungen im Busbetrieb zu rechnen“, schreibt die MVG hierzu. U-Bahn und Tram sind „nach bisherigem Kenntnisstand“ nicht betroffen, gleichwohl sei dort mit „teilweise erhöhtem Fahrgastaufkommen“ zu rechnen.

MVG-Sprecher irritiert: Nächster Streik in München könnte Gruppe treffen, die „ohnehin viel durchmachen musste“

Update 6. Oktober, 8.50 Uhr: „Es ist unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, angesichts des drohenden Fachkräftemangels einheitliche Regelungen zur Entlastung für die Beschäftigten zu verweigern“, sagt Verdi-Bayern-Sprecher Kai Winkler vor den anstehenden Streiks.

Für bundesweit einheitliche Arbeitsbedingungen müsse die VKA als Spitzenverband sorgen. „Deren anhaltende Verweigerung, in Verhandlungen einzutreten, zwingt uns zu weiteren Warnstreiks.“

Streik in München könnte Schüler besonders treffen - MVG-Sprecher zeigt wenig Verständnis

Eine Argumentation, die bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf Unverständnis trifft. Verdi poche damit auf Parallelverhandlungen, erklärt Sprecher Matthias Korte auf Nachfrage. Die Tarifgespräche für München und die Landesebene würden längst in „konstruktiver Atmosphäre“ laufen, so Korte weiter.

„Was Verdi jetzt im Bund will, ist im Landestarifvertrag TV-N an vielen Stellen schon Realität.“ Außerdem würde der geplante Streik vor allem Schüler treffen , die „in der Corona-Krise ohnehin viel durchmachen mussten“. Nach heutigem Stand werde versucht, am Freitag trotz Streiks ein reduziertes Busangebot zu realisieren. (Lisa-Marie Birnbeck)

Corona-Zoff bei erster Auflage: Jetzt steht nächster ÖPNV-Streik in München an

Ursprungsmeldung:

München - Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) hat die Arbeitnehmerseite weitere Warnstreiks für die zweite Wochenhälfte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern angekündigt.

Zunächst sollen am Donnerstag Bahnen und Busse in NRW und Baden-Württemberg im Depot bleiben, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag mitteilte. Am Freitag soll der Nahverkehr dann in Bayern ruhen. Dann wird es auch in München wieder zu Einschränkungen kommen - allerdings nur bis mittags.

Erneut Streik in München geplant - U-Bahn aber nicht betroffen

In der Landeshauptstadt trifft es nur den Bus-Verkehr, die U-Bahn soll ganztags ohne Einschränkungen fahren. Auch die Fahrkartenkontrolleure beteiligen sich am Warnstreik. Auf die erste Streik„Ausgabe“ in der Isar-Metropole am 29. September hatten einige Bewohner ungehalten reagiert. Corona-Abstandsregeln waren in überfüllten Bussen und Bahnen kaum einzuhalten gewesen, es kam zu Staus im Innenstadtbereich.

Mit seinen Aktionen will der Verdi-Bundesverband bundesweite Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. Derzeit werden in den 16 Bundesländern jeweils eigene Tarifverträge mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden ausgehandelt.

Video: So lief der September-Streik in München

Auch München von Warnstreiks betroffen - darum geht es dem Verdi-Bundesverband

Dabei haben sich aus Sicht der Gewerkschaft viele Regelungen auseinander entwickelt, etwa was Arbeits- und Urlaubszeiten angeht. Die regionalen Verträge sollen deshalb um eine bundesweite Tarifregelung ergänzt werden. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände lehnt das bislang ab. (lks/dpa).

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