Höchstens „symbolische Aktionen“

Warnstreik in München? Termin für die Arbeitsniederlegung steht noch nicht fest - vorläufig kein Streik

Seit Dienstag gibt es die ersten Warnstreiks im öffentlichen Dienst - auch in Bayern und München. Der Tarifkonflikt für 2,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland ist festgefahren. Wo und wann München betroffen ist.

Update vom 23. September, 23 Uhr: München bleibt vorläufig verschont: Diese Woche drohen doch noch keine Warnstreiks im öffentlichen Dienst! Auch wenn die Gewerkschaft Verdi bereits bundesweit zu Arbeitsniederlegungen aufrief, nachdem am Wochenende auch die zweite Verhandlungsrunde im laufenden Tarifstreit in Potsdam gescheitert war.

Der Münchner Verdi-Chef Heinrich Birner hatte zwar bereits am Sonntag klargestellt, dass es „im Ballungsraum München auf jeden Fall“ Warnstreiks geben werde (siehe Update unten), aber am Abend gegenüber der tz bestätigt, dass diese Woche in der Landeshauptstadt definitiv noch nicht mit Streiks zu rechnen sei, sondern höchstens mit „symbolischen Aktionen“. Nächste Woche werde man vor den ersten Warnstreiks „insbesondere mittelbar Betroffene rechtzeitig informieren“. Die betroffenen Bereiche (etwa Müllabfuhr oder Kliniken) sind noch nicht benannt.

Klar scheint nur: Kitas will man bei Verdi nach Möglichkeit verschonen. Wie es in den kommenden Wochen aussieht, wird laut Verdi jeweils neu beraten. Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Warnstreiks können bis 22. Oktober dauern.

Streik-Alarm in München: Der Termin für die Arbeitsniederlegung steht wohl fest - nur der Ort noch nicht

Update vom 23. September: Jetzt ist offenbar sicher, wann in München gestreikt wird. Am Freitag müssen sich die Münchner darauf einstellen, dass es im Bereichen des öffentlichen Dienstes (beispielsweise Kliniken oder bei der Müllabfuhr) zu Einschränkungen kommt. In Kitas soll es im Augenblick noch nicht zu Streiks kommen. Der Münchner Verdi-Chef Heinrich Birner hatte klargestellt, dass es „im Ballungsraum München auf jeden Fall“ Warnstreiks geben werde. Auf Nachfrage hatte ein Sprecher am Dienstag bestätigt, dass definitiv noch diese Woche mit Streiks zu rechnen ist. Da für Donnerstag (24. September) keine Streiks angekündigt wurden, bleibt also nur noch der Freitag übrig. Wie es in den kommenden Wochen aussieht, wird laut Verdi jeweils neu beraten.

Streik-Alarm in München: Genaue Termine noch geheim - Wann wird es ernst für Kitas und Kliniken

(Erstmeldung) München - Der Tarifkonflikt für 2,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland ist festgefahren – ab Dienstag drohen erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst! Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen, nachdem auch die zweite von drei vereinbarten Verhandlungsrunden im laufenden Tarifstreit in Potsdam gescheitert ist. Für München* gibt es vorerst Entwarnung: Am Dienstag wird in der Landeshauptstadt noch nicht gestreikt. Das bestätigte der Münchner Gewerkschafts-Chef Heinrich Birner gegenüber der tz. „Wir werden insbesondere mittelbar Betroffene rechtzeitig informieren“, so Birner.

Warnstreiks in München: Es wird gestreikt - nur wann und wo?

Es ist nur eine Frage der Zeit. Schließlich hatte er am Sonntag bereits angekündigt, dass es auch „im Ballungsraum München auf jeden Fall“ Warnstreiks geben werde. Gerade befände man sich noch in der Feinplanung. Genaue Termine seien derzeit aber noch geheim.

Ein Warnstreik in Deutschland (Symbolbild).

Auch, welche Bereiche in München genau bestreikt werden, ist noch nicht bekannt. Fest steht: Kitas sind diese Woche definitiv noch nicht betroffen.

In den Verhandlungen geht es unter anderem um Beschäftigte in kommunalen Kliniken, bei Gemeinden und Landkreisen, bei der Müllabfuhr und bei der Agentur für Arbeit. Im Fokus stehen auch die Jobcenter, der Zoll, die Rentenversicherung oder auch die Sparkassen. Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst können noch bis zum 22. Oktober gehen.

Warnstreiks: In Augsburg beginnen sie schon am Dienstag

In Augsburg beginnen die ersten Warnstreiks bereits am Dienstag. Mitarbeiter der Stadtentwässerung werden als erste in Bayern die Arbeit niederlegen.

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren hingegen die Arbeitgeber. Umstritten ist auch die Laufzeit des Tarifvertrags. Derweil ging der Tarifkonflikt bei der Post gestern in die dritte Verhandlungsrunde. „Der öffentliche Dienst hat das Gemeinwesen in der Krisenzeit am Leben erhalten und ein größeres Chaos verhindert. Wenn es aber um die Entlohnung geht, ist von einem Respekt der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten nichts zu spüren“, so Heinrich Birner. „Den Respekt werden wir uns jetzt mit Warnstreiks verschaffen“, kündigte er sehr entschlossen an. *tz.de Ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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