Angriff auf Supermarkt-Verkäufer

Aufgeheizte Stimmung bei Festnahme von 16-jährigem Münchner - Polizisten müssen mit Waffen drohen

Eine Polizeiwaffe
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Aufgeheizte Stimmung herrschte bei der Festnahme eines 16-Jährigen in München - Polizisten griffen kurzzeitig zur Waffe (Symbolbild)

Ein 16-Jähriger griff in München einen Supermarkt-Mitarbeiter an. Tage später sollte er festgenommen werden, doch die Stimmung war aufgeheizt.

München - Bereits am Samstag (19. Juni) kam es gegen 19.30 Uhr im Münchner Stadtteil Neuhausen* zu einer gefährlichen Körperverletzung. Mehrere Jugendliche waren in einem Supermarkt im Bereich der Friedenheimer Brücke mit einem Verkäufer in Streit geraten, wie die Polizei München* berichtet. Es kam auch zu Beleidigungen.

16-jähriger Münchner greift Supermarkt-Verkäufer an - Jugendlicher erhält Anzeige

Im Verlauf des Streits warf ein 16-jähriger Münchner einen Plexiglaskasten gezielt in Richtung des Verkäufers. Dieser traf eine Verkäuferin (26), die am Kopf verletzt wurde. Der Jugendliche wurde von Beamten der Münchner Polizei* festgenommen und wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung angezeigt. Nach weiteren Überprüfungen musste er jedoch zunächst entlassen werden, wie es weiter heißt.

16-Jähriger aus München soll festgenommen werden - Jugendliche solidarisieren sich

Der Tatverdacht gegen den 16-Jährigen konnte schließlich im Verlauf der Ermittlungen erhärtet werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Untersuchungshaftbefehl. Am Donnerstag (24. Juni) erkannten Beamten den jungen Münchner in der Fürstenrieder Straße und verhafteten ihn. „Bei der Festnahme solidarisierten sich über zehn Jugendliche aus seinem Freundeskreis und störten die Maßnahme“, wie die Polizei mitteilt. Ein 17-Jähriger beleidigte zudem die Beamten, er wurde angezeigt und in eine Jugendschutzstelle gebracht.

„Bei der Festnahme des Gesuchten herrschte eine äußerst aufgeheizte Stimmung, die mit über zehn Streifen der Münchner Polizei beruhigt werden musste“, wie die Polizei mitteilt. Die sich solidarisierenden Jugendlichen mussten mehrfach zurückgeschubst werden und der Einsatz des Schlagstockes angedroht werden. Zudem hielten die festnehmenden Beamten kurzzeitig auch ihre Dienstwaffe in der Hand. Zu weiteren Straftaten kam es nicht. (kam) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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