Weniger Kleinwagen

Dicke Schlitten! SUV-Welle überrollt München - Erstaunlicher Auto-Trend in der Stadt

SUV-Schwemme: In München nimmt der Anteil von Sport- und Geländewagen stetig zu - hier ein besonders großes Exemplar
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SUV-Schwemme: In München nimmt der Anteil von Sport- und Geländewagen stetig zu - hier ein besonders großes Exemplar.

München scheint wahrlich die Stadt der SUV zu sein. Die Landeshauptstadt erlebt seit geraumer Zeit eine SUV-Schwemme - und ein Ende ist nicht absehbar. Im Gegenteil.

  • Autos stellen Städte vor eine große Herausforderung, besonders wenn sie großdimensioniert sind.
  • Das neueste Statistikheft der Stadt München* verrät, wie es um den Autoverkehr bestellt ist.
  • Die Zahl von SUV und Geländewagen steigt weiter. Die Bürgermeisterin fordert Maßnahmen.
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München - die Stadt der SUV? Dieser Eindruck trügt nicht. Der Anteil großer SUV- und Geländewagen in der Landeshauptstadt steigt enorm. Allein 2019 wurden 7000 neue Autos der luxuriösen Kategorie in München angemeldet. Die Gesamtzahl lag Ende 2019 bei 67.661. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 38.688 – fast die Hälfte. Schon länger diskutieren Politiker über regulierende Maßnahmen im Hinblick auf SUVs in München.

Pkw in München: Weniger kleine und kompakte Autos - Zahl insgesamt gestiegen

Demgegenüber sinkt der Bestand bei den Modellen der Kompakt- und Mittelklasse. In diesem Segment waren 2010 noch 213.230 Pkw angemeldet, Ende 2019 nur mehr 194.537. Insgesamt nimmt der Bestand in München nach wie vor nicht ab. Von Ende 2018 auf Ende 2019 nahm die Zahl der gemeldeten Autos noch einmal von 523.472 auf 525.216 zu.

Viele Autos in München: Ungerechte Preisentwicklung - ÖPNV muss preiswerter werden

Aus Sicht von Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) zeigen die Zahlen, „dass der öffentliche Nahverkehr attraktiver und preiswerter werden muss“. Während eine Streifenkarte inzwischen doppelt so teuer sei wie vor 20 Jahren, „sind die Parkgebühren in München praktisch unverändert“. In Mannheim hat sich das zum Jahreswechsel geändert:

Das sei ganz abgesehen vom Klimaschutz sozial ungerecht, denn die meisten Menschen mit geringem Einkommen seien auf den ÖPNV angewiesen. Ziel müsse sein, dass die Zahl der Autos nicht jedes Jahr weiter steigt. Es gelte daher, massiv in den Ausbau des ÖPNV und des Radwegenetzes* zu investieren. *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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