Überraschender Eintrag vor einem Jahr

„Wie naiv ich war“: Münchner zeigt Eintrag aus seinem Tagebuch - einige lassen sich über besonderes Detail aus

Der Tagebuch-Schreiber zeigte seinen Eintrag vom 30. Dezember 2019
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Der Tagebuch-Schreiber zeigte seinen Eintrag vom 30. Dezember 2019.

Ein Münchner erlaubt der Öffentlichkeit Einblicke in sein Tagebuch - er zeigt sich überrascht, was er da vor einem Jahr geschrieben hat.

  • Ein Jodel-Nutzer aus München zeigt sein Tagebuch.
  • Er wundert sich über einen Eintrag vom 30.12.2019 - weil er ein glorreiches Jahr 2020 erwartete.
  • Doch viele lassen sich eher über was anderes aus.

München - Ein Tagebuch bekommt in der Regel niemand zu lesen außer der Person, die es geschrieben hat. Und es geht auch sonst keinen was an. Ein Münchner Nutzer der App Jodel macht nun eine Ausnahme. Denn ein Jahr nach seinem Eintrag vom 30. Dezember 2019 hat er das Tagebuch noch mal aufgeschlagen - und musste einfach mit der Öffentlichkeit teilen, was da geschrieben steht. Mit den Worten „Wie naiv ich war.“

München: Tagebuch-Schreiber zeigt Eintrag vom 30. Dezember 2019

Dort ist zu lesen: „Ich schreibe heute schon, da ich morgen mit Sicherheit nicht dazu kommen werde.“ Und weiter: „Hiermit verabschiede ich also das Jahr 2019 und begrüße das so viel glorreichere Jahr und den Beginn eines neuen Jahrzehnts 2020.“ Der nächste Satz bricht dann ab: „In den kommenden zehn Jahren werde ...“

Doch natürlich meint er vor allem den Teil „begrüße das so viel glorreichere Jahr“. Denn das von der Corona-Krise geprägte 2020 hat sich als alles andere als glorreich für viele Menschen erwiesen. Immerhin versuchen alle, das Beste daraus zu machen. Oder es mit Humor zu nehmen - das zeigte sich auch bei GZSZ-Star Wolfgang Bahro, der mit seiner 2020-Prognose genauso daneben lag.

München: Jodel-Nutzer lassen sich über Detail aus

In den Jodel-Kommentaren halten sich aber viele eher an einem anderen Detail auf. Denn streng genommen sollte ihrer Ansicht nach das Jahrzehnt erst am 31. Dezember 2020 enden. „Selber schuld, wenn man ein neues Jahrzehnt ein Jahr früher begehen will, damit überspringst du quasi ein Jahr und das kam dir eben bitterböse zurück“, meckert einer.

Doch er wird gleich belehrt: „Jahrzehnte sind 10 Jahre lang. Ohne Festlegung wann sie beginnen/enden. Gewöhnlich meint man die Jahre ‘00 bis ‘09. Dein Ansatz von ‘01 zu beginnen (s. Jahr 1 n.Chr.) ist legitim, aber nicht allgemeingültig.“ Der Widerspruch folgt prompt: „Falsch. Jahrzehnte sind exakt definiert mit Anfangsjahr ‘x1.“ Und so entspinnen sich hartnäckige Diskussionen, wann denn eine Dekade beginnt und wann sie endet, bei der jeder auf seinem Standpunkt beharrt. Das war sicherlich nicht die Absicht des anonymen Tagebuch-Schreibers (der auch eine Schreiberin sein könnte). Der doch einfach nur die anderen Nutzer zum Schmunzeln bringen wollte.

Viel schöner ist da schon, was ein anderer schreibt: „Ein Tagebuch führen find ich süß.“ Einblicke in Kühlschränke gab es hingegen bei Twitter - Stichwort Raclette. (lin)

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