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Mord im Münchner Villenviertel: Witwe leblos in ihrer Wohnung gefunden - Polizei nennt neue Details

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In diesem Haus geschah vermutlich das Gewaltverbrechen an der 72-jährigen Bewohnerin.
In diesem Haus geschah vermutlich das Gewaltverbrechen an der 72-jährigen Bewohnerin. © Achim Frank Schmidt

In München wurde eine leblose Frau in einer Obermenzinger Wohnung gefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus und ermittelt.

Update vom 14. Januar, 22 Uhr: Nachdem rätselhaften Mord an einer 72-jährigen Frau in Obermenzing macht Polizei weiter Jagd auf den Täter. Es werde weiterhin intensiv ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Die Witwe war am Montag von einem Hausbewohner leblos aufgefunden worden (siehe unten). Nach Angaben der Polizei wurde sie durch „stumpfe und spitze Gewalt“ ums Leben gebracht. 

Update vom 13. Januar, 19.45 Uhr: Obermenzing ist bekannt als ruhige, familienfreundliche Wohngegend im Westen von München, eines der schönen Viertel der Stadt, sehr nobel – in manchen Straßen reiht sich Villa an Villa. Doch in einem der schicken Häuser gab es am Montagnachmittag gegen 15.15 Uhr einen schrecklichen Fund: die Leiche einer 72-jährigen Frau (siehe auch Erstmeldung). Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde die verwitwete Bewohnerin des Anwesens an der Münchhausenstraße brutal aus dem Leben gerissen.

Nach Angaben der Polizei hatte ein weiterer Hausbewohner die Frau leblos aufgefunden und den Notruf verständigt. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät, Rettungsdienst und Notarzt konnten nur noch den Tod der 72-Jährigen feststellen.

Mord in München Obermenzing: Witwe stirbt durch „stumpfe und spitze Gewalt“

„Wir wissen, dass die Frau, so wie es aussieht, durch Gewalteinwirkung ums Leben gekommen ist“, sagt ein Sprecher der Polizei. Präziser: durch „stumpfe und spitze Gewalt“. Die Mordkommission leiste intensive Ermittlungsarbeit. Umgehend wurden alle Spuren am Tatort gesichert. Ob die Frau am Montag oder bereits am Wochenende umgebracht wurde, kann die Polizei noch nicht sagen. Die Rechtsmedizin sei dabei, ein Gutachten zu erstellen, so der Sprecher.

Die Nachbarn der Ermordeten sind geschockt. Ein Anwohner, der direkt gegenüber arbeitet und in der Nähe wohnt, sagte am Donnerstag: „Ich finde es beängstigend, dass in unserer vermeintlich so behüteten Wohngegend jemand ermordet wird.“

Denn es ist nicht der erste Mord in dem Viertel: Erst im Dezember 2020 war die 66-jährige Mira Kostov in ihrer Wohnung an der Amalienburgstraße ermordet worden, zehn Minuten zu Fuß vom jetzigen Tatort entfernt. Die 66-Jährige hatte in den frühen Morgenstunden einen Einbrecher überrascht – er tötete sie. DNA-Spuren in der Wohnung führten die Polizei schließlich zu dem 52-jährigen Täter, der über ein halbes Jahr später festgenommen wurde.

Tötungsdelikt? Frau leblos in ihrer Münchner Wohnung gefunden - Polizei äußert Verdacht

Erstmeldung vom 13. Januar 2022

München - Tötungsdelikt in Obermenzing? Wie die Polizei in ihrem Bericht mitteilt, wurde am Montag, den 10. Januar, das Auffinden einer leblosen 72-jährigen Frau in einer Wohnung in München mitgeteilt. Herbeigerufener Rettungsdienst und Notarzt konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Wie die Polizei mitteilt, besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts.

München: Tötungsdelikt in Obermenzing? Polizei äußert Verdacht

Weiter schreiben die Beamten: „Aufgrund entsprechend festgestellter Verletzungen ergab sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes, so dass die Mordkommission des Polizeipräsidiums München verständigt wurde. Nach dem aktuellen Erkenntnisstand kam die 72-Jährige durch stumpfe und spitze Gewalt ums Leben.“

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu Tatablauf, Täter und Tatmotiv werden von der Münchner Mordkommission durchgeführt.

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