U-Bahn soll Priorität genießen

Widerstand regt sich gegen Tram-Pläne - Warnung vor drohendem Verkehrschaos

Eine Tram-Bahn fährt eine Linkskurve in Richtung Kamera auf Kopfsteinpflaster
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Beeinträchtigen den Straßenverkehr: In München sind zahlreiche Trambahnlinien unterwegs.

Die Pläne für eine Verlängerung der Trambahnlinie 17 stoßen auf Widerstand. Für den Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing hätte ein anderes Projekt mehr Sinn.

München - Die Pläne der grün-roten Rathausführung, die Trambahnlinie 17 auf der Verdi- und Bergsonstraße bis nach Freiham zu verlängern, stoßen in Obermenzing auf Widerstand. Die Bürgervereinigung, deren Vorsitzender Frieder Vogelsgesang auch der Chef des Bezirksausschusses (BA) Pasing-Obermenzing ist, kritisiert den Zeitpunkt des Vorhabens. Es würde den Obermenzingern ein absehbares Verkehrschaos bescheren.

Vogelsgesang verweist auf die Empfehlungen der Fachleute. So heiße es in der Beschlussvorlage unter anderem ausdrücklich, die Tram zur Blutenburg sei nur zusammen mit einem innerstädtischen Nordring und einer Park&Ride-Anlage am Ende der Autobahn A8 in Kategorie B der Nahverkehrsplanung einzuordnen. Die Münchner* Rathauskoalition möchte das Vorhaben sogar von Kategorie C in Kategorie A hochstufen.

München: Streit um Verlängerung von Tram-Linie - BA-Chef will Priorität auf U3 legen

Für Vogelsgesang hat eine Verlängerung der U-Bahn*-Linie U3 von Moosach über Untermenzing und Blutenburg nach Pasing samt einer leistungsfähigen Parkplatzanlage am Ende der A8 Priorität. Eine Tram auf der Verdistraße mit Verlust von zwei Fahrspuren, so befürchtet der BA-Chef, würde den Straßenverkehr in die angrenzenden Wohngebiete verdrängen: „Das dürfen wir keinesfalls zulassen“, sagt Vogelsgesang. (Andreas Daschner) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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