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Treppenhaus-Drohungen aus München amüsieren das Netz - wir sprechen mit ihrem Ersteller

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Von: Marcel Görmann

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Ein Aushang in einem Treppenhaus in München amüsiert das Netz. Es geht um einen Kasten Augustiner.
Ein Aushang in einem Treppenhaus in München amüsiert das Netz. Es geht um einen Kasten Augustiner. © pixabay.com/Free-Photos, red

Ein geplatzter Augustiner-Deal sorgt für Lacher im Netz: Ein Treppenhaus-Aushang aus München wurde auf einer bekannten Instagram-Seite geteilt. Wir haben mit dem Autor gesprochen.

Update, Dienstag, 7. August

Die Geschichte um den geplatzten Augustiner-Deal und die Schilder in einem Treppenhaus werden jetzt noch kurioser. Unsere Redaktion hat mit dem Hausmeister Peter Schmid gesprochen, der die Zettel aufgehängt hat. 

Der ganze Ärger begann schon im Juni und zieht sich immer noch hin. Da stellte Schmid einen alten Fernseher in das Haus in der Auenstraße in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. „Fernseher gegen einen Kasten Augustiner abzugeben. Die Fernbedienung liegt beim Hausmeister“, schrieb er dazu. 

Schnell fand sich ein Interessent aus einem Büro im Gebäude, doch ein anderer war schneller: Ein Hermes-Paketbote wurde von zwei Zeugen dabei beobachtet, wie er mit dem Fernseher unter dem Arm das Haus verließ. Seitdem wartet Schmid auf seinen Kasten Augustiner. 

„Der Paketbote weiß, wo ich wohne und wer ich bin.“ Der Hausmeister ärgert sich über das dreiste Verhalten des Lieferanten: „Das ist Diebstahl und das lasse ich mir nicht bieten!“ Es gehe Schmid um die Sache, nicht um den Bierkasten. Wenn der Paketbote bei ihm geklingelt und gesagt hätte, dass er wenig Geld habe, „dann hätte ich gesagt: nimm ihn mit und schleich di oder bezahl mir zumindest eine Mass“. 

So aber gehe es nicht, stellt Schmid klar. Darum habe Schmid Ende Juni das zweite Schild mit der Androhung einer Anzeige aufgehängt. Die erfolgte bislang zwar nicht, aber er steht kurz davor, doch noch zur Polizei zu gehen. Am Wochenende hat Schmid beim Hermes-Kundentelefon angerufen. Dort hat er den Vorfall geschildert und den Rückruf eines Vorgesetzten eingefordert. Am Montag hat sich niemand bei ihm gemeldet, seine Geduld mit Hermes ist bald aufgebraucht. Für den Hausmeister ist der ganze Vorfall „eine Schweinerei“.

Das hatten sie sich ganz anders vorgestellt: In einem Schreiben klagen Mieter aus München über eine Maßnahme der Hausverwaltung.

Ursprünglicher Artikel, Sonntag, 5. August 

München - Über 180.000 Menschen folgen der Instagram-Seite „Notes of Berlin“. Kuriose Aushänge, Verbotsschilder, außergewöhnliche Zettel und Werbeplakate, die in der Hauptstadt entdeckt und fotografiert wurden, werden auf der Seite präsentiert. Vor ein paar Tagen wurde ein Gastbeitrag aus München gepostet, betitelt mit der Zeile: „Bei Bier hört in Bayern der Spaß auf“. Das scheint tatsächlich zu stimmen... 

Auf dem Foto sind zwei handgeschriebene Zettel zu sehen, die in einem Treppenhaus aufgehängt wurde. Auf dem ersten Blatt steht: „Ausgemacht war ein Kasten Augustiner für den Fernseher! Wo bleibt der Kasten?“, unterzeichnet von einem „Hausmeister“. Darunter, wieder in roter Schrift und dick unterstrichen: „Am Do. 2.8.18 erfolgt Anzeige!“ 

Offenbar hatte jemand nicht auf den ersten Aushang reagiert, so dass sogar eine Anzeige angedroht wurde. Die genauen Hintergründe dieses Deals um einen Fernseher und einen Kasten Augustiner bleiben leider nebulös. Auf Instagram zeigen manche trotzdem Verständnis für den Ärger des Hausmeisters: „Ausgmacht is ausgmacht. Erst recht wenn‘s um an Kastn Gustl gäd“, schreibt einer in die Kommentarspalte. Dagegen findet ein anderer die Aktion „ziemlich uncool von beiden Seiten“. 

Ein „Gaga-Schild“ entdeckte ein Leser auch am Münchner Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn stiftete damit Verwirrung

mag

Aktuell kursiert ein kurioses Video im Netz. Es zeigt, wie ein Sportwagenfahrer auf der Autobahn seinen Vordermann anruft und beleidigt - die Polizei München ermittelt.

Ein Schild mit der Aufschrift "Radfahrer absteigen ausgen. Frau Westermann" geht mal wieder durchs Netz. Die Auflösung ist überraschend.

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