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Großes Finale bei Schuhbeck: Star-Koch feiert furiose Silvester-Gala – Muss er danach ins Gefängnis?

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Von: Andreas Thieme

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Koch Alfons Schuhbeck
Alfons Schuhbeck wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. © Matthias Balk/dpa

Alfons Schuhbeck dankt am Platzl ab: Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung muss der Star-Koch auch aus den Südtiroler Stuben ausziehen. Zu Silvester gibt Schuhbeck dort noch einmal eine große Gala, im neuen Jahr muss er dann wahrscheinlich ins Gefängnis.

München - Es war ein schlimmes Jahr für Alfons Schuhbeck (73), vielleicht sein schlimmstes überhaupt: Ende Oktober wurde der Star-Koch wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und zwei Monaten Knast verurteilt. Zum Jahresende muss er zudem aus seinen geliebten Südtiroler Stuben ausziehen. Doch an Silvester gibt es nochmal ein richtiges Finale für Fonsi: Zum Abschluss bietet er ein furioses Silvester-Menü am Platzl an.

„Der letzte Abend in den Südtiroler Stuben ist gleichzeitig der letzte Abend des Jahres“, schreibt Schuhbeck auf seiner Homepage. An Silvester bietet er ein opulentes Fünf-Gänge-Menü mit Thunfisch-Tatar, Hummerkrabben-Ravioli, Flusszander, Filet Mignon und Schoko-Dessert (siehe rechts) für 195 Euro an und fordert seine Fans und Wegbegleiter auf: „Seien Sie dabei, wenn eine Ära zu Ende geht und sich ein kulinarisches Kapitel schließt. Nach 19 Jahren werden die Südtiroler Stuben am Platzl in München schließen. Mit einem fulminanten Abend und einem kulinarischen Abschiedsgruß.“ Alfons Schuhbeck und sein Team, heißt es, „freuen sich, gemeinsam mit Ihnen das neue Jahr zu begrüßen.“

München: Schuhbeck feiert Silvester-Gala am Platzl - Muss er Anfang des neuen Jahres schon in Haft?

Doch nach der Feier folgt der Abschied: Direkt am nächsten Morgen ist Schuhbeck nicht mehr Mieter in den Südtiroler Stuben - sein Vertrag läuft aus. Wer sein Nachfolger wird, ist noch offen. „Über die Nachnutzung ist noch nicht entschieden“, sagt Gerhard Reichel, Geschäftsführer der Immobilien Bayern, die für die Vermietung zuständig ist. Heiße Anwärter auf die Südtiroler Stuben, die dem Freistaat gehören, sind das Hofbräuhaus sowie die Staatsoper, die beide Eigenbedarf für die Räumlichkeiten angemeldet haben.

Reichel zufolge müssen nun vor allem bauliche Fragen geklärt werden, denn sowohl die Staatsoper als auch das Hofbräuhaus wollen die Räume nicht so belassen, wie Schuhbeck sie hinterlässt. Die bauliche Bewertung brauche „eine gewisse Zeit“, sagt Reichel. Dass es im Januar zu einem Leerstand kommen wird, hält er für „sehr wahrscheinlich“.

Für Alfons Schuhbeck bedeutet das: Er hat keinen Druck beim Auszug. Wohl aber bei seinen Finanzen. Denn klar ist auch: Die Gala an seinem letzten Abend dient neben der emotionalen Verabschiedung dazu, Einnahmen zu generieren, die in die Insolvenzmasse fließen. Seit Sommer 2021 sind etliche Schuhbeck-Firmen pleite. Er selbst prüft bis Jahresende noch sein schriftliches Steuer-Urteil. Falls er die Revision dagegen zurückzieht, muss Schuhbeck Anfang des Jahres in Haft.

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