1. tz
  2. München
  3. Stadt

TU-München: Tausende Liter Kerosin ausgelaufen - Grundwasser und Isar in Gefahr?

Erstellt:

Von: Patricia Kania, Max Wochinger

Kommentare

Auf dem Garchinger TU Campus ist es zu einem Umwelt-Unfall gekommen. Mehrere tausend Liter Kerosin sind im Grundwasser versickert. Die Ursache und die Folgen sind noch unklar.
Auf dem Garchinger TU Campus ist es zu einem Umwelt-Unfall gekommen. Mehrere tausend Liter Kerosin sind im Grundwasser versickert. Die Ursache und die Folgen sind noch unklar. © Thomas Rychly

Auf dem Campus der TU München ist es zu einem größeren Unfall gekommen. Womöglich ist Kerosin, das ausgelaufen war, ins Grundwasser gesickert. Die Ermittlungen laufen.

Garching / München - Auf dem Campus in Garching bei München ist es zu einem Unfall gekommen. Nach Informationen des Münchner Merkur muss das Leck an einer defekten Kerosinpumpe an der Fakultät für Maschinenwesen an der Boltzmannstraße am Samstag entstanden sein. Doch erst am Montag hätten Mitarbeiter bemerkt, dass der gesamte Kerosintank leergelaufen ist. Das Kerosin ist wohl an einer defekten Pumpe ausgelaufen, so die Informationen der TU und des Wasserwirtschaftsamts.

München: Kerosin-Unfall in TU Garching - fließt Schadstoff jetzt in die Isar?

Wie der Münchner Merkur weiter berichtet, hatte wohl ein Mitarbeiter der TU am Montag das Leck entdeckt. „Eine Menge von 5000 Litern steht im Raum“, sagte Christian Leeb vom Wasserwirtschaftsamt, einer Behörde der Regierung von Oberbayern. Bestätigen konnte Leeb die Menge an ausgelaufenem Kerosin noch nicht. Unklar ist zudem, ob der Schadstoff ins Grundwasser gelangte oder im Gebäude blieb. Morgen soll es eine Bohrung auf dem Gelände geben. „Es ist nicht auszuschließen, dass das Kerosin ins Grundwasser gelaufen ist“, sagte Leeb. Das Grundwasser fließe hier nur vier Meter unter dem Gelände.

TU Garching: Kerosin-Unfall - Kripo ermittelt

Das verschmutzte Wasser könnte in die Isar fließen. Die gute Nachricht: Das Schadstoff-Wasser könnte aber noch vor Eintritt in die Isar abgepumpt werden. Das Grundwasser bewege sich nur rund 50 Meter pro Tag, so Leeb. „Ein wesentlicher Austrag könnte so verhindert werden“, sagte der Wasserexperte. Erst am Dienstagnachmittag wurde demnach das Wasserwirtschaftsamt alarmiert. Normalerweise werden in solchen Fällen das Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt sofort benachrichtigt. Warum diesmal die Meldekette derart langsam war, kann sich auch die Pressestelle der Universität nicht erklären. Derzeit ermittelt die Kripo, das Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt, Staatliche Bauamt, ein Ingenieurbüro und die Werksfeuer der TU. Sie versuchen herauszufinden, wie es zu dem Unfall kam.

Auch interessant

Kommentare