Missbrauchsprozess

Nachermittlungen gegen Turntrainer

München - Seit Anfang November muss sich ein Turntrainer (29) vor Gericht verantworten. Im wird vorgeworfen, drei Buben missbraucht zu haben. Jetzt stellte sich heraus, dass es noch einen weiteren Fall gab.

Der zunächst nur bis Mitte Dezember geplante Missbrauchsprozess gegen einen Turntrainer zieht sich über den Jahreswechsel hin. Anlass sind Nachermittlungen, die das Münchner Landgericht zur Abklärung des Umfeldes und der Vergangenheit des 29-Jährigen angeordnet hat. Nach Angaben eines Verfahrensbeteiligten vom Mittwoch soll der Angeklagte bereits vor zehn Jahren einen jüngeren Mitschüler missbraucht und dabei auch ein Messer eingesetzt haben. Zu einer Strafverfolgung ist es damals nicht gekommen. Die sexuellen Übergriffe sollen sich über etwa ein dreiviertel Jahr hingezogen haben.

Dem Turntrainer wirft die Staatsanwaltschaft im aktuellen Prozess Missbrauch von drei anfangs erst sieben und acht Jahre alten Schülern ab 2006 bis Anfang 2012 im Umkleideraum der Turnhalle einer Münchner Hauptschule, in Freibädern und in der Wohnung des Angeklagten vor. Der 29-Jährige hat zum Prozessauftakt seine Verfehlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zugegeben und sich zu einer Therapie bereiterklärt. Gegen ihn wird die Verhandlung am 4. Januar 2013 mit einem psychiatrischen Gutachten fortgesetzt. Voraussichtlich wird auch der Sachverständige hinter geschlossenen Türen gehört.

dpa

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

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