„Heimbringer-Option“

Für sechs Euro heimfahren lassen? Taxi-Konkurrent „Uber“ plant Service in München - mit einer Einschränkung

Uber-Symbol
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Der Fahrdienst Uber startet mit einem neuen Angebot in München.

Für eine Uber-Fahrt von einer Münchner U-Bahn-Endhaltestelle nach Hause müssen Fahrgäste künftig nur 6 Euro zahlen. Doch es gibt eine Einschränkung.

München - Bei vielen Leuten geliebt, bei Taxiunternehmen in der Kritik: Der Fahrdienstleister Uber ist umstritten. Jetzt hat das Unternehmen ein neues Angebot in petto, das wieder für viel Diskussion sorgen dürfte. Für einen Fixpreis von 6 Euro bietet Uber in einem Umkreis von 2,5 Kilometer eine „Heimbringer-Option“ an, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt. Diese Fahrten starten an allen Münchner U-Bahn-Endhaltestellen (14 Stück) und sollen die Fahrgäste sicher nach Hause bringen.

Für einen Pauschal-Preis nach Hause: Uber bietet Fahrten von U-Bahn-Endhaltestellen an

Bei der Buchung einer Fahrt wird diese Option sofort angewandt, sofern die Zieladresse von der jeweiligen U-Bahn-Endhaltestelle maximal 2,5 Kilometer entfernt liegt. Geht das über den Bereich hinaus, muss der Kunde mehr zahlen. Von der neuen Option verspricht sich Uber einiges: „Gerade die ‘letzte Meile’, also der Weg von der Bahnstation nach Hause, ist für viele Menschen eine Herausforderung, weshalb viele nach wie vor das eigene Auto bevorzugen“, sagt der Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler. „Hier setzt unser neues Angebot an, mit dem wir den Menschen eine flexible Alternative anbieten wollen.”

Uber möchte „damit die “letzte Meile”-Anbindung zwischen dem ÖPNV und den Wohnorten der Münchner maßgeblich verbessern und Alternativen zum privaten Pkw anbieten“. Zuvor testete die Firma bereits ein ähnliches Konzept unter anderem in Kirchheim bei München. Seit dem Start des Pilotprojekts im November 2019 habe man circa 10.000 solcher Fahrten über die Uber-App vermittelt. Die Fahrgäste kostete zwischen Mitternacht und 5 Uhr eine Fahrt aus dem Münchner Zentrum heraus oder dorthin eine Pauschale von 15 Euro.

Uber startete Pilotprojekt in Kirchheim bei München: Gemeinde zeigt sich begeistert über Konzept

Mit dem Konzept ist man bei der Partnergemeinde Kirchheim anscheinend auf Begeisterung gestoßen: „Gerade das vergangene Jahr mit all seinen Herausforderungen hat uns gezeigt, dass individuelle Mobilität auch künftig parallel zu einem starken öffentlichen Nahverkehr ein wichtiger Baustein in der Infrastruktur für unsere Bürger bleibt“, sagte der erste Bürgermeister Maximilian Böltl in einer früheren Pressemitteilung. Aus dieser Erfahrung und der Resonanz heraus hat Uber nun mit dem neuen „Letzte-Meile-Angebot“ reagiert. Ob es auch angenommen wird sich jetzt zeigen.

Die Münchner Taxler wird es wahrscheinlich eher nicht freuen, denn schon lange steht der Fahrdienst in der Kritik, ihnen die Jobs wegzunehmen. Zudem werden die Fahrten meist viel günstiger angeboten, da das Unternehmen nicht an Taxitarife gebunden ist. Das zeigt sich mit dem neuen Service wieder einmal. Dazu gibt Uber vorsorglich in der Pressemitteilung bekannt, dass „ausschließlich mit lokalen, lizenzierten Mietwagen- und Taxiunternehmen zusammen gearbeitet wird, die die Beförderungsleistung erbringen“.(ly)

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