Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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München für Überflieger

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Gärtnerplatz im Frühjahr 2011: Das Städtische Vermessungsamt hat fast 2.000 Luftbild-Aufnahmen aus 1,5 Kilometern Höhe gemacht.

München - Auf München fliegen ja nicht nur alle, die hier leben oder die Stadt mal besucht haben – aber wer die tz liest, der fliegt sogar über München.

Das Städtische Vermessungsamt hat im Frühjahr 2011 die Stadt von oben abgelichtet. Ganz München in 2000 Einzel-Aufnahmen aus 1,5 Kilometern Höhe – auf dieser Seite zeigen wir Ihnen einige davon. Natürlich macht das Vermessungsamt die Bilder nicht aus Gaudi. Die Fotos aus dem Flugzeug liefern handfeste Informationen. Das Städtische Vermessungsamt gibt uns Auskunft:

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

Infos für die Stadt:

Auf den rund 16 000 Computern aller Stadt-Angestellten können sämtliche Luftbilder abgerufen werden. Die Mitarbeiter Münchens aller Referate können sich also informieren, ohne zeitaufwän­dige und mühsame Außendienst-Einsätze absolvieren zu müssen.

Stadtentwicklung:

Ganz wichtig ist der große Überblick für die Zukunft der Stadt und ihr sich stetig wandelndes Gesicht: Wie schaut’s aus mit den Freiflächen? Wie sind die Grünanlagen verteilt? Zudem sind die Luftbilder eine wichtige Quelle für die Erstellung von Kartenwerken.

Dokumentation:

Seit über 100 Jahren wird die Erdoberfläche per Luftbildkameras abgelichtet. Unsere Stadt wurde erstmals 1925 zu diesem Zweck überflogen, ebenfalls aus rund 1,5 Kilometern Höhe. Auch damals wurde fast das gesamte Stadtgebiet erfasst, das damals noch sehr viel kleiner war. Erst 1938 kamen viele Gemeinden dazu, die heute zum Stadtgebiet zählen. Diese Dokumentationen sind nicht nur für Historiker interessant, sondern auch für alle, die Stadtplanung mit Bewusstsein betreiben.

Landnutzung:

Die „Landnutzungsklassifizierung“ beschreibt, wie die Bebauung ist. Sie stellt etwa fest, auf welchen Flächen Agrarnutzung betrieben wird und was angebaut wird – für die Stadt in der Regel natürlich weniger wichtig. Schon eher, wie hoch der Versiegelungsgrad ist. Also: Wo verhindern Asphalt und Teer, dass Wasser im Boden versickern kann?

Die Stadt in 3D:

Weil sich die 2000 Bilder überschneiden, kann man digitale Geländemodelle entwickeln. Die sind etwa für Planungsbehörden oder auch für Architekturbüros wichtig. Die Bilder können gekauft werden – für 150 Euro pro zwei Quadratkilometer (mindeste Auflösung) und 50 Euro für jeden weiteren.

Regenerative Energien:

Die Bilder zeigen, welche Hausdächer besonders für Solarenergie geeignet sind: Wie ist der Neigungswinkel, wie intensiv und lang ist die Sonneneinstrahlung?

Infrarot:

Infrarot-Fotografien messen den Gesundheitszustand der Pflanzen, deren Pflege der Stadt obliegt.

Fotos für die Wand:

Ein DIN-A-4-Bild eines Ausschnitts Ihrer Wahl kostet 19,50 Euro. Nähere Infos über Telefon 233 222 69.

So verändert München sein Gesicht

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Matthias Bieber

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