Polizei sucht nach Zeugen

Mord in Obermenzing: Einige Hinweise eingegangen - Polizei gründet SOKO - „Ermittlungen laufen auf Hochtouren“

In diesem Reihenhaus an der Amalienburgstraße ist am Sonntagabend eine leblose Frau aufgefunden worden.
+
In diesem Reihenhaus an der Amalienburgstraße ist am Sonntagabend eine leblose Frau aufgefunden worden.

Eine Untermieterin meldete am Sonntagabend eine leblose Person in einer Wohnung in Obermenzing. Die Polizei geht inzwischen von einem Tötungsdelikt aus.

Update vom 10. Januar, 11.49 Uhr: Am 27. Dezember 2020, kurz nach Weihnachten, wurde die Münchnerin Mira Kostov ermordet. Eine Untermieterin fand die 66-Jährige leblos in ihrer Wohnung in Obermenzing. Der Täter wurde bislang nicht gefasst.

Mord in Obermenzing: Polizei gründet „SOKO Mira“ - einige Hinweise eingegangen

Um ihre Ermittlungen zu intensivieren, hat die Kriminalpolizei nun die „SOKO Mira“ gegründet. Das verkündet das Polizeipräsidium München in einem Pressebericht. Ab kommenden Montag, 11. Januar, sind die Beamten der Sonderkommission im Einsatz.

Insgesamt 12 Hinweise zu der grausamen Tat gingen bei der Polizei bereits ein. „Die Ermittlungen laufen hier nach wie vor auf Hochtouren“, heißt es im Polizeibericht.

Nach Mord in Obermenznig: Polizei bittet weiter um Zeugenhinweise

Die Polizei bittet weiter um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung. Personen, die Mira Kostov im Zeitraum zwischen dem 24. Dezember und 27. Dezember 2020 gesehen, mit ihr gesprochen oder sonst Hinweise zu der Person oder der Tat machen können, sollen sich im Polizeipräsidium melden.

Update vom 29. Dezember, 21.25 Uhr: Die zu Tode gekommene Mira Kostov soll bereits seit mehr als 20 Jahren in München gelebt und einen Sohn haben. Wo ihr geschiedener Mann wohnt, ist nicht bekannt. Bei der Polizei ist die 66-Jährige wegen einiger Delikte wie kleinere Diebstähle und Sachbeschädigungen registriert.

Nach Angaben des Präsidiums wurden Mira Kostov mehrere Verletzungen am ganzen Körper zugefügt. Welche davon zum Tode führte, wollte Sprecher Sven Müller am Dienstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Auch zu einem möglichen Tatwerkzeug äußerte er sich nicht. Nur so viel: „Erschossen wurde sie nicht.“ Ob womöglich ein Einbrecher die Alleinstehende überraschte, ist noch unklar. Auf jeden Fall gibt es an einem Fenster Spuren, die auf einen Einbruch hindeuten - ob das im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt steht, versuchen die Ermittler nun herauszufinden. Hinweise auf einen Diebstahl oder Raub gibt es bislang nicht.

Update vom 29. Dezember, 11.38 Uhr: Die Polizei hat nun neue Details zu dem vermutlichen Tötungsdelikt in Obermenzing bekannt gegeben. Bei der Verstorbenen handelt es sich um die 66-jährige Mira Kostov. Am 27. Dezember fand sie eine Untermieterin leblos in ihrer Wohnung. Sie verständigte daraufhin die Polizei. Die fand nach intensiven Spurensicherungsmaßnahmen und der Obduktion der Frau heraus, dass es sich um keinen Unfall, sondern eine Tötung handeln muss.

Das Opfer: die 66-jährige Mira Kostov.

Die 66-jährige Deutsche mit serbischen Wurzeln lebte allein in dem Haus in der Amalienburgstraße. Sie vermietete jedoch immer mal wieder einzelne Zimmer an Personen aus ihrer Heimat. Zum Tatzeitpunkt waren aber keine Untermieter in dem Haus. Die Polizei startet nun zur Klärung des Falls einen Zeugenaufruf. Sie sucht nach Personen, die mit Mira Kostov Kontakt hatten oder sie in den letzten Tagen gesehen haben. Auch ehemalige Untermieter oder Besucher können sich bei der Polizei melden. Wer verdächtige Vorkommnisse oder Personen an dem Haus in der Amalienburgstraße oder der Pagodenstraße im Zeitraum zwischen dem 24. und 27. Dezember bemerkt hat, soll die Beamten kontaktieren. Das Kommissariat 11 erreicht man unter der Telefonnummer (089) 29 10 0.

Leichenfund in Obermenzing: Mordkommission ermittelt

Update vom 28. Dezember 2020, 20.38 Uhr: Was hat sich in diesem kleinen Reihenhaus in Obermenzing abgespielt? Am Sonntagabend entdeckte ein Zeuge eine leblose Frau (66) in dem Haus an der Amalienburgstraße und wählte den Notruf. Die Polizei steht noch vor einem Rätsel, wie und warum die 66-Jährige ums Leben gekommen ist. Da ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt die Mordkommission.

Am Montag hielt sich das Präsidium sehr bedeckt mit Informationen über das mögliche Tötungsdelikt im Münchner Westen. Nach Angaben des Polizeisprechers Sven Müller alarmierte eine „Person, die die Wohnung berechtigt betreten darf“, am Sonntag die Polizei und gab an, eine tote Frau aufgefunden zu haben. Weder die genaue Uhrzeit noch, um wen es sich bei der Person handelt, will Sven Müller mit Blick auf die laufenden Ermittlungen sagen. Mehrere Streifenwagen, Spurensicherung, Kriminaldauerdienst und Mordkommission rückten noch am Sonntag in der Amalienburgstraße an.

Die Spurensicherung war am Montag noch vor Ort.

Aufgrund der Gesamtsituation in der Wohnung vermutet die Kriminalpolizei, dass es sich um eine vorsätzliche Tat gehandelt haben könnte. Die Frau habe Verletzungen erlitten, die „todesursächlich sein könnten“, erklärte Sven Müller. In welchem Zimmer die 66-Jährige lag und an welchem Körperteil sie verletzt worden war, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Münchnerin wurde ins Institut für Rechtsmedizin gebracht. Eine Obduktion soll den Ermittlern nun Erkenntnisse darüber geben, wie und wann die Frau ums Leben kam. Müller: „Wir stehen noch am Anfang.“

Erstmeldung vom 28. Dezember 2020

München - Die Münchner Polizei wurde am Sonntagabend zu einem möglichen Tatort im Nordwesten der Stadt gerufen. In einer Wohnung in Obermenzing wurde eine Leiche entdeckt. Noch können die Beamten nicht sagen, wie die Frau gestorben ist. Die Ermittlungen haben begonnen.

Leichenfund in München: Kripo hat sich eingeschaltet

Am Sonntagabend ging bei der Münchner Polizei* ein Notruf ein. Den Beamten wurde mitgeteilt, dass sich in einer Wohnung in Obermenzing eine leblose Person befinden soll. Umgehend machten sich gleich mehrere Streifen auf den Weg dorthin. In der Wohnung fanden die Polizisten dann die Leiche einer 66-jährigen Münchnerin, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.

Aufgrund der unklaren Todesursache und der Situation in der Wohnung übernahm die Kriminalpolizei München* den Fall. Sie begann mit umfangreichen Ermittlungen vor Ort, die bis jetzt noch andauern. Woran die Frau gestorben ist, konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig geklärt werden. Eine Tötung konnte noch nicht ausgeschlossen werden. (tel) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Weitere Nachrichten aus München finden Sie immer aktuell auf unserer Ressort-Seite.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion