Verstöße gegen Corona-Regeln

Isar-Party trotz Hochwasser: Polizei löst Feier mit 500 Menschen auf - Beamte mit Steinen beworfen

Polizei-Patrouille an der Isar
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Eine Polizei-Patrouille an der Isar (Symbolfoto).

An der Brudermühlbrücke musste die Münchner Polizei eine riesige Party auflösen. Dabei wurden die Beamten von den Jugendlichen zum Teil mit Steinen beworfen.

München - Eine Party mit rund 500 Gästen hat die Münchner Polizei am Wochenende an der Isar aufgelöst. Wegen des derzeit immer noch erhöhten Wasserstandes war die Veranstaltung für die Feiernden alles andere als ungefährlich.

München: Polizei löst Party an Brudermühlbrücke auf - Verstöße gegen Corona-Regeln

In der Nacht von Samstag, 24. Juli, auf Sonntag, 25. Juli, gingen bei verschiedenen Polizeiwachen und der Einsatzzentrale mehrere Anrufe wegen Ruhestörung ein. Der Lärm sollte vom Bereich der Brudermühlbrücke kommen. Ein Zeuge machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation.

Dabei sah er laut Polizeibericht, dass sich am Ostufer unterhalb der Brücke etwa 500 Personen aufhielten und gemeinsam feierten. Es waren mehrere Musikanlagen in Betrieb, außerdem herrschte weiterhin ein reger Personenstrom.

Als die Polizei am Einsatzort eintraf, zeigte sich, dass die Situation unter der Brücke für die Partygäste durchaus gefährlich war: Nach wie vor hat die Isar einen sehr hohen Wasserstand. Davon ließen sich die Feiernden jedoch nicht beindrucken, ein Teil von ihren tümmelte sich laut den Beamten sehr nahe am Flussufer.

Gegen die derzeit geltenden Corona*-Regeln wurde bei der Veranstaltung ebenfalls verstoßen. Die gesetzlich erlaubte Personenanzahl für private Feiern wurde um ein Vielfaches überschritten. Auch Abstände wurden laut Polizei nicht eingehalten. Der Einsatzleiter entschied sich daher, die Party aufzulösen, Musikanlagen wurden abgestellt.

Untergiesing: Polizei löst Party auf - Jugendliche greifen Beamte mit Steinen an

Der Großteil der feiernden Jugendlichen verließ nach dem Eingreifen der Beamten ruhig die Party. Einige der Feiernden wurde jedoch aggressiv, ein Gast warf Steine auf die Polizisten. Der Tatverdächtige konnte festgenommen werden. Er erhielt eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Zehn Personen aus einer Gruppe, die sich um den Steinwerfer sammelten und die eingesetzten Beamten beleidigten, wurden ebenfalls angezeigt. In einigen Fällen mussten die Beamten unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken anwenden. Einige Personen mussten laut Polizei zudem fixiert werden. 

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