Tierärztliche Fakultät München hat es untersucht

Urlauber findet bei München-Heimkehr tödliches Tier in seinem Rucksack - Bilder veröffentlicht

Über Stunden ging nichts mehr auf den Gleisen zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof in München.
+
Über Stunden ging nichts mehr auf den Gleisen zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof in München.

Große Aufregung am Münchner Ostbahnhof: Ein Mann hatte ein größeres Krabbeltier in seinem Rucksack gefunden - und einem fremden Mann in die Hand gedrückt.

Update vom 18. August, 14.26 Uhr: Nun ist klar, um was für ein Tier es sich bei dem Fund am Ostbahnhof (siehe Erstmeldung) konkret handelt. Wie die tierärztliche Fakultät der Universität München herausfinden konnte, handelte es sich bei dem aus Griechenland eingeführten Hundertfüßer um einen „Scolopendra“. Dieser ist giftig und wird für Kinder von sehr gefährlich bis tödlich, bei Erwachsenen immer noch als gefährlich eingestuft. Die Bundespolizei bedankt sich daher in einer Mitteilung ausdrücklich bei dem 23-jährigen Münchner, der geistesgegenwärtig umgehend die Beamten alarmierte, wodurch keine Gefahr für weitere Personen entstehen konnte.

Bei dem am Münchner Ostbahnhof gefundenen Tier handelt es sich um einen „Scolopendra“. Dieser kann für Kinder tödlich sein.

Erstmeldung vom 18. August 2021

München - Zu einem äußerst ungewöhnlichen Einsatz musste die Bundespolizei am Münchner Ostbahnhof ausrücken. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 17. August, gegen 13 Uhr, als ein Mann ein Krabbeltier in seinem Rucksack bemerkte. Panisch sprach der Mann dann einen 23-Jährigen aus Berg am Laim an und übergab ihm seinen tierischen Fund. Wirr erklärte er ihm, dass er das Tier wohl aus seinem Griechenland-Urlaub mitgebracht haben müsse. Anschließend machte er sich mit einer Begleiterin aus dem Staub. Der völlig verdutzte 23-Jährige alarmierte umgehend die Bundespolizei.

München: Tier-Alarm am Ostbahnhof - Griechenland-Urlauber drückt Mann Insekt in die Hand

Eine eingetroffene Streife sicherte dann das Tier und konnte es identifizieren. Dabei wurde klar, dass es sich um einen als Hundertfüßer identifizierten Gliederfüßer handelt. Da die informierte Münchner Berufsfeuerwehr keinen Reptilienbeauftragten im Dienst hatte, wurde der ausweislose „Einwanderer“ nach Mitnahme zur Dienststelle und Kontaktaufnahme mit dem Tierheim Riem diesem zur weiteren Klärung der Frage möglicher Giftigkeit übergeben.

München: Tier-Fund nach dem Urlaub - Polizei muss Identität klären

Bisher ist nicht bekannt, ob es für den braunen, ca. 7 cm langen Hundertfüßer schon Interessenten gibt. Auch nicht, ob die große Giftklaue, die aus dem ersten Laufbeinpaar entwickelt wurde und entsprechend als Maxilliped bezeichnet wird und bei allen Hundertfüßern zu finden ist, tatsächlich giftig ist.

Unser München-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Isar-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus München.

Auch interessant

Kommentare