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Roller-Randale in München: Vandalismus mit E-Scootern nimmt zu - und das kann lebensgefährlich werden!

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Von: Andreas Thieme

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In der ganzen Stadt wächst der Vandalismus gegen große und kleine E-Scooter.
In der ganzen Stadt wächst der Vandalismus gegen große und kleine E-Scooter. © Kathrin Czoppelt

Elektro-Roller in der Isar oder auf den Bahngleisen: Der Vandalismus bei den E-Scootern steigt in letzter Zeit dramatisch an. Allein vergangene Woche gab es mehrere Vorfälle. Die Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichen Folgen.

Am Griff drehen und Gas geben: Dafür lieben vor allem junge Münchner die elektrischen Roller, die überall in der Innenstadt verteilt stehen. Doch seit Monaten gibt es auch Probleme rund um die E-Scooter, und es wird immer schlimmer. In den vergangenen Tagen lagen wieder etliche Roller auf Bürgersteigen verteilt – und sogar auf den Bahngleisen, wie die Bundespolizei* mitteilt.

Am Freitagmorgen überfuhr ein Zug im Bereich des Bahnhofes Feldmoching mindestens einen ins Gleis geworfenen E-Scooter. Täter waren vermutlich betrunkene Jugendliche. Aber: „Das ist kein Spaß“, warnt Polizeisprecher Wolfgang Hauner.

München: Bahnstrecke musste wegen herumliegenden E-Scootern gesperrt werden

„Man muss in diesen Fällen mit dem Schlimmsten rechnen.“ Denn wenn Gegenstände in die Weichen gelangen, lassen diese sich nicht mehr umstellen. Die dramatische Folge: Züge können entgleisen – es drohen sogar Todesfälle. Am Freitag meldete die Deutsche Bahn bei Feldmoching sogar mehrere E-Scooter, die auf einer Strecke von 70 Metern auf und neben den Gleisen lagen. Für fast eine Stunde blieb die Bahnstrecke gesperrt. Nicht auszudenken, wenn das im Pendlerverkehr auf der Stammstrecke passiert. Bereits Mittwochnacht lagen auf dieser Strecke zwei Roller im Gleis, die eine Lok überfuhr.

Aus dem Eisbach fischten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr am Wochenende mit einer Spezialbühne einen Roller aus dem reißenden Gewässer.
Aus dem Eisbach fischten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr am Wochenende mit einer Spezialbühne einen Roller aus dem reißenden Gewässer. © Berufsfeuerwehr

Sonntag vor einer Woche hatten Jugendliche am Arnulfsteg ebenfalls einen Roller auf die Gleise geworfen. Der Vandalismus steigt! „Diese Häufung an Vorfällen innerhalb von einer Woche ist ungewöhnlich“, sagt Hauner. „Die Münchner sind genervt“, ist seine Beobachtung, denn „die Roller stehen auch im Bahnhofsbereich sehr oft nicht da, wo sie stehen sollten“. Die Feuerwehr* bekommt das zu spüren: Einsatzkräfte mussten Samstagvormittag einen Elektroroller aus dem Eisbach fischen. Surfer hatten ihn dort entdeckt. Immer wieder landen die Roller in der Isar und stellen dort eine ernste Gefahr für die Umwelt dar. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Roller-Teile auf den Bahngleisen können Züge entgleisen lassen, warnt die Polizei.
Roller-Teile auf den Bahngleisen können Züge entgleisen lassen, warnt die Polizei. © Bundespolize

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