Widerstand bei Grünen und SPD

Mitten in München: Große Verkehrsänderungen geplant - sie betreffen Rad- und Autofahrer

Ein Radler befährt den neuen Radweg auf der Elisenstraße
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Neue Pläne der CSU: Für den Radweg auf der Elisenstraße sollen Parkplätze weichen.

Der Verkehr soll besser fließen und Radler sollen sicher durch die Stadt kommen. Und dies zu gewährleisten, will die CSU Anpassungen in Fraunhofer- und Elisenstraße vornehmen.

  • Die CSU hat die Fraunhofer- und die Elisenstraße als Problemzonen für fließenden Verkehr ausgemacht.
  • Deshalb soll dort umgeplant werden.
  • Es geht auch um einen neuen Radweg.

München - Die CSU will mit zwei Anträgen den Verkehrsfluss in der Stadt verbessern. Auf der Fraunhoferstraße soll die Verwaltung die Möglichkeit prüfen, Rechtsabbiegespuren einzurichten. Der neue Radweg auf der Elisenstraße soll zu Lasten von Parkplätzen installiert werden, nicht durch den Wegfall einer Fahrspur.

„Die übereilte Umwandlung der Parkplätze in der Fraunhoferstraße schadet den Anliegern, dem fließenden Verkehr und dem ÖPNV in Form der Tram“, sagt CSU-Stadtrat Hans Hammer. Schließlich müssten sich beispielsweise an der Kreuzung Fraunhofer-/Auenstraße Rechtsabbieger und Autos, die geradeaus weiterfahren wollen, eine Spur teilen. „Das Problem lässt sich ohne Schaden für die Radler mindern, indem man Rechtsabbiegerspuren einrichtet und damit auch freie Fahrt für die Tram schafft.“

Video: Das bedeuten die gelben Markierungen für Radfahrer in München

Verkehrspläne der CSU für München: In der Elisenstraße sollen Parkplätze weichen

Einfluss nehmen will die CSU auch auf den Radweg auf der Elisenstraße. Fraktionsvize Hans Theiss sagte: „Die Elisenstraße ist für Fahrradfahrer gefährlich und braucht einen guten Radweg. Aber bitte nicht auf Kosten einer Fahrspur. Das führt zu noch mehr Stau.“ An dieser Stelle könne man tatsächlich ohne größere Probleme Parkplätze wegnehmen. Dass auf der Elisenstraße ein Radweg installiert werden soll, ist beschlossen. Wie er gestaltet werden soll, wird der Stadtrat noch entscheiden.

Grünen-Stadträtin Gudrun Lux sagte, ob Fahrspuren oder Stellflächen wegfallen, hänge nicht an der Elisenstraße allein. „Die Herausforderung ist dann auch der Lenbachplatz. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, ohne detaillierte Planungsvarianten festzulegen, ob hier Park- oder Fahrstreifen entfallen.“

Verkehrspläne der CSU für München: SPD will Öffentlichkeit beteiligen

Andreas Schuster (SPD) sieht das ähnlich: „Ob zwei Fahrspuren gebraucht werden oder ob man die Kfz-Stellplätze auf die jetzige linke Fahrspur verschiebt, wird nicht zuletzt die von uns beantragte Öffentlichkeitsbeteiligung zeigen. Wir sehen hier nicht die Notwendigkeit einer Festlegung, bevor die Öffentlichkeit beteiligt wurde.“ (ska) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Auf einem Radweg in München erregte sich ein Fußgänger über einen Mountainbiker* - für den nahm das ein böses Ende. Betrunken wurde ein Radler auf der A9 von der Polizei aufgegriffen* - die Erklärung des Münchners machte die Beamten fassungslos. Nach einem tödlichen Zusammenstoß zweier Radler fahndet die Polizei öffentlich nach dem Verursacher - eine Hightech-Aktion soll helfen.

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