München verliert Kult-Hüttenwirt

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Rückkehr ins Allgäu: Charly Wehrle mit Frau Ursula und Tochter Emilia vor ihrem Bauernhof

München - Er ist ein Urgestein unter den Hüttenwirten. Doch jetzt ist die Zusammenarbeit zwischen der mächtigen Alpenvereins-Sektion München und ihrem wohl populärsten Pächter endgültig gegessen.

Er ist ein Urgestein unter den Hüttenwirten – für viele Wanderer und Kletterer gehört Charly Wehrle zu den Münchner Hausbergen wie der Senf zur Weißwurst. Doch jetzt ist die Zusammenarbeit zwischen der mächtigen Alpenvereins-Sektion München und ihrem wohl populärsten Pächter endgültig gegessen: Nach 24 Sommern auf der Reintalangerhütte am Fuße der Zugspitze wandert Wehrle in die Lechtaler Alpen ab, übernimmt dort heuer die Frederick-Simms-Hütte der Sektion Stuttgart.

Das Ende einer Ära – es hat mehrere Gründe. Zum einen gingen die Meinungen zwischen Wehrle und der Sektion über die Zukunft des Kult-Stützpunkts immer weiter auseinander. „Ich habe mich deshalb schweren Herzens dazu entschlossen, im Reintal aufzuhören“, sagt Wehrle der tz. Zum anderen zog es den gebürtigen Allgäuer zurück zu seinen Wurzeln. Genauer gesagt nach Leutkirch. „Dort haben meine Frau Ursula und ich einen alten Bauernhof gekauft und komplett wieder hergerichtet.“

Inzwischen beherbergt das urige Anwesen eine kleine Pension und die Galerie „Zwischen Wetterstein und Bodensee“. Wehrle hat sich nämlich nicht nur als musikalischer Wirt, sondern auch als Buchautor und Fotograf einen Namen gemacht.

Aber so ganz ohne Hütte konnte der 62-Jährige dann doch nicht. „Als die Sektion Stuttgart anfragte, ob ich auf die Simms-Hütte gehen würde, konnte ich nicht Nein sagen.“ So startet mit der Saisoneröffnung am 22. Juni sein Comeback.

Andreas Beez

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