Arbeiten an zweiter Stammstrecke und Einkaufsmeile

Wiesn vorbei - hier wird in der Stadt jetzt gebaut

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Ab sofort Baustelle: Der Vorplatz des Bahnhofes ist ab Dienstag teils gesperrt.

München - Die Wiesn hat ausgezapft! Nun wird nahe der Theresienwiese gebaut: Auf der Schwanthalerhöhe entsteht ein Forum. Und auch am Bahnhof gibt's jetzt eine Baustelle.

Das große Werkeln nach der Wiesn: Kaum ist die letzte Mass ausgeschenkt, da rollen im Umfeld des Festgeländes schon wieder die Baumaschinen an! Die Anwohner müssen sich auf die nächste Gaudi gefasst machen: Denn am Dienstag starten Deutsche Bahn und Stadtwerke München (SWM) mit ihren Arbeiten am Hauptbahnhof. Es werden erste Leitungen verlegt - der Startschuss für die zweite Stammstrecke! Zudem beginnt auf der Theresienhöhe der Umbau des ehemaligen Möbelhauses XXXL-Lutz in eine neue Einkaufsmeile.

Hauptbahnhof: Vorplatz gesperrt!

So soll die zweite Stammstrecke am Hauptbahnhof aussehen.

Geduldsprobe für Autofahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer: Ab Dienstag kommt es zu erheblichen Einschränkungen auf dem Bahnhofsvorplatz sowie zum Teil auf der Arnulf- und Bayerstraße. Die Stadtwerke und die Deutsche Bahn verlegen Fernwärme- und Fernkälteleitungen sowie einen Abwasserkanal. Grund: Sie liegen im späteren Baufeld der zweiten Stammstrecke. Auf dem Vorplatz ist später mal der Zugang geplant. Bis Februar wird daher gewerkelt.

Mithin ist laut Deutscher Bahn ab Dienstag die Bayerstraße stadteinwärts ab der Senefelderstraße gesperrt. Diese wird zur Einbahnstraße und ist nur in Richtung Süden befahrbar. Ab 19. Oktober bis voraussichtlich Februar ist der Bahnhofsplatz für Autofahrer in Richtung Süden dicht. Auf dem Bahnhofsvorplatz entfallen der Taxistand sowie die Haltestelle der Buslinie 58. Der Bus wendet ab dem 18. Oktober an der Station Hauptbahnhof Nord. Der Verkehr in Richtung Norden ist laut Deutscher Bahn von der Baumaßnahme nicht beeinträchtigt.

Zweite Stammstrecke: Erster Blick in neuen S-Bahn-Tunnel

Zweite Stammstrecke, München, S-Bahn
Der Blick von Osten auf die geplante Trasse: Die zweite S-Bahn-Röhre (rot) zweigt ab Leuchtenbergring aus der ersten ab (grün). Es folgen Stopps an Ostbahnhof, Marienplatz und Hauptbahnhof – nicht am Stachus! Ab Donnersbergerbrücke fädelt die zweite Stammstrecke ein. In Laim gibt es einen gemeinsamen Halt. © Stoiber Productions
Zweite Stammstrecke, München, S-Bahn
Nächster Halt, Ostbahnhof! Unter dem Orleansplatz fädelt die zweite S-Bahn-Stammstrecke in die erste ein. Die Sperrengeschosse wirken unspektakulär wie die bekannten bei U- und S-Bahn. Die Tiefe der zweiten Röhre ist mit 35 Metern die geringste im ganzen Verlauf. © Stoiber Productions
Zweite Stammstrecke, München, S-Bahn
Im Zentrum wird die zweite Stammstrecke nicht unter dem Marienplatz, sondern unter dem Marienhof durchführen – und zwar eine Etage tiefer als bislang die U-Bahnen. © Stoiber Productions
Zweite Stammstrecke, München, S-Bahn
Für den Bahnhof sehen die Planer große, gelbe X-Stützen vor, die sich vom oberen zum unteren Zwischengeschoss fortsetzen. Der S-Bahnhof liegt dann in 38 Metern Tiefe. © Stoiber Productions
Zweite Stammstrecke, München, S-Bahn
41 Meter unter dem neuen Hauptbahnhof soll der S-Bahn-Halt der zweiten Stammstrecke liegen. Die Simulation zeigt, dass Passagiere aus der neuen Haupthalle fünf Rolltreppen hinunter oder hinauf fahren müssen. Zudem soll es Express-Aufzüge geben. Probleme gibt es mit der Planung der Rolltreppen zu U4/5. © Stoiber Productions

Start fürs "Forum Schwanthalerhöhe"

Nach der Wiesn soll es mit dem Umbau des XXXLutz-Möbelhauses losgehen. An der Theresienwiese entsteht bis 2018 ein neues Einkaufszentrum: das Forum Schwanthalerhöhe. Dazu soll der markante Glasanbau verschwinden. Und es gibt ein neues Konzept für Tiefgarage und Verkehr.

Das Möbelhaus XXXLutz schloss vor drei Jahren seine Pforten.

Bauherren sind die Hamburger HBB-Firmengruppe und die Bayerische Hausbau. Die Norddeutschen planen an der Theresienhöhe 5 auf rund 25.000 Quadratmetern Handel, Gastronomie und öffentliche Nutzungen. Kostenpunkt: 220 Millionen Euro. Die Hausbau baut derweil die Einzelhandelsfläche an der Schwanthalerstraße 111 sowie leerstehende Büroflächen um. Es soll ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt, Biomarkt, Gastronomiefläche und einer Apotheke entstehen.

Dazu werden die Fassaden modernisiert, die Glasanbauten abgerissen. Die teils dunklen Passagen werden breiter und heller gestaltet. Außerdem sind ein großer Innenhof geplant, und es soll es eine neue Nord-Süd-Passage geben.

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