Prognose bis 2025: Kein Ende des Zuzugs

München wächst: Diese Viertel sind besonders betroffen

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Der Münchner Westen wird sich bis 2035 fast verdoppeln. Hier wird kräftig gebaut, das schlägt sich natürlich in der Einwohnerzahl nieder.

München wächst am Rand. Der Bezirk Aubing-Lochhausen-Langwied wird bis 2035 seine Bevölkerung fast verdoppeln. Das geht aus dem Demografiebericht der Stadt hervor. Kaum wachsen wird indes die Innenstadt.

München - Im Münchner Rathaus ist man sich dieser Tage nicht mehr so sicher, wohin das alles noch führen soll. Während die CSU bereits die Grenzen des städtischen Wachstums ausgemacht haben will, möchte man beim Kooperationspartner SPD noch mehr Wohnungen bauen, dort nachverdichten, wo es geht. Denn München wächst, ein Ende des Zuzugs ist derzeit nicht in Sicht. Jüngst hatte das Planungsreferat seine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung drastisch nach oben korrigiert. Bis zum Jahr 2035 sollen demzufolge 1,85 Millionen Menschen in der Stadt wohnen. Rund 300.000 mehr als jetzt.

In einem detaillierteren Demografiebericht legt die Verwaltung nun dar, welche Stadtviertel durch den Zuzug am stärksten wachsen werden. Dies geschieht zur Ermittlung der Bedarfe, etwa an neuen Grundschulen oder Kindertagesstätten. An der Spitze ist nicht unerwartet der Bezirk 22. In Aubing-Lochhausen-Langwied entsteht mit Freiham ein riesiges neues Stadtviertel. Die Verwaltung rechnet mit einem Zuwachs der Bevölkerung von 89,6 Prozent. Zu den bisher in dem Viertel lebenden 40.000 Menschen gesellen sich bis 2035 noch einmal 34.000 hinzu.

Schwabing-Freimann mit Zuwachs von 44,3 Prozent?

Gleich dahinter reiht sich das Stadtviertel Schwabing- Freimann ein. Auch das erwartbar. Mit den Neubaugebieten auf dem Areal der ehemaligen Bayern- und Funkkaserne geht das Planungsreferat von einem Bevölkerungszuwachs von 44,3 Prozent aus. Derzeit leben im zwölften Bezirk der Landeshauptstadt rund 75.000 Menschen.

Mit einer Zunahme von rund 30 Prozent haben ferner die Viertel Moosach, Berg am Laim und Allach-Untermenzing ebenfalls noch ein beachtliches Wachstum zu verzeichnen. In Moosach wohnen derzeit rund 53.000, in Berg am Laim etwa 45.000 und in Allach-Untermenzing knapp 32.000 Menschen.

Die Bevölkerung in den Bezirken Ramersdorf-Perlach, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln wird bis zum Jahr 2035 um 20 Prozent anwachsen. Das sind 27.000 beziehungsweise rund 22.000 Menschen mehr als jetzt.

Untergiesing-Harlaching mit geringstem Zuwachs

Moderate Steigerungszahlen verzeichnen die Viertel Hadern (10, 6 Prozent), Sendling (10,2 Prozent) und Neuhausen-Nymphenburg (10,1 Prozent). Geringe Wachstumsraten mit unter zehn Prozent Zuwachs weisen die Innenstadtbezirke auf. So erwartet den Bezirk Altstadt-Lehel lediglich eine Zunahme von 3,3 Prozent. Schwabing-West wächst um 3,9 Prozent, die Maxvorstadt um 6,3 Prozent. In Obergiesing-Fasangarten wird die Bevölkerung um 7,1 Prozent wachsen. Mit Abstand am wenigsten neue Bürger aufnehmen wird laut der städtischen Prognose Untergiesing-Harlaching. Schätzungen der Verwaltung zufolge wird die Bevölkerung dort nur um 2,4 Prozent zunehmen. Derzeit leben in den beiden Vierteln insgesamt über 53.000 Menschen.

Darum sollte jeder Münchner unsere Stadtviertel-Seiten auf Facebook kennen 

Welches ist Ihr Münchner Viertel? Sendling? Ramersdorf? Moosach? Das Westend? Wir haben Facebook-Seiten gegründet, auf denen wir alles Wichtige, Aufregende und Schöne und Ihre Liebe zu diesem einen Viertel mit Ihnen teilen. Hier entlang zur Liste.

Sascha Karowski

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