CSU kündigt Werbe-Endspurt an

Plakat-Wahnsinn in der Stadt!

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Der Schilderwald am Leonhard-Moll-Bogen im Westpark)

München - Elf Tage sind es noch bis zur Landtagswahl, 18 Tage bis zur Bundestagswahl und in München sieht man soweit das Auge reicht nur Wahlplakate. Insgesamt sind es rund 80.000 - und die CSU legt noch nach.

Die Parteien treiben den Wahlkampf-Wahnsinn immer weiter: Vor zwei Wochen klebten noch 51.000 Plakate in der Stadt. Anfang der Woche meldete das KVR 75.000 grinsende Politiker-Köpfe und Botschaften so dünn wie das Papier. Jetzt kommt vor allem die CSU mit noch einmal 5000 Plakaten im Werbe-Endspurt!

Elf Tage zur Landtagswahl, 18 Tage zur Bundestagswahl: Schon vor zwei Wochen sprach das KVR von Werbung auf „Rekordniveau“. Da sprengt die neue Marke alle Dimensionen – auch wenn es keine Vergleichszahl aus früheren Superwahljahren gibt, weil die Parteien die Zahlen erst seit heuer melden müssen. Hintereinandergelegt ergäben die 1,20 Meter hohen DIN-A0-Plakate eine Strecke von 96 Kilometern bis nach Kufstein in Österreich, wo aber ebenfalls der Wahlkampf tobt. Österreich, du hast es nicht besser…

In München legt die CSU sogar noch einmal zu: Rund 6000 Plakate kleben bislang an Dreifachständern an 2000 Standorten in der Stadt. Dazu kommen 70 Fünffachständer, die vorne und hinten beklebt werden können, und etliche Großplakate der Landesleitung mit Ministerpräsident Horst Seehofer. Bis zu den Wahlen wollen die fünf Stimmkreis-Kandidaten Ludwig Spaenle, Markus Blume, Wolfgang Stefinger, Johannes Singhammer und wohl auch Georg Eisenreich noch einmal jeweils 1000 Plakate aufhängen, kündigt Bezirksgeschäftsführer Frank Gübner an. Die CSU verdoppelt sich fast!

Die kuriosesten Wahlplakate aller Zeiten

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Leim muss sie dafür nicht anrühren: Die Kandidaten hängen Hohlkammerplakate auf, bei denen die Motive direkt auf eine stabile Plastikplatte gedruckt werden. „Die sind einfacher aufzustellen: Das Kleben entfällt, sie passen in ein normales Auto und sind leichter“, sagt Gübner. „Die Metallständer wiegen schon etwas. Bei manchen älteren Mitgliedern macht da das Kreuz nicht mehr mit.“ Zwar seien die Plastik-Platten mit fast zwei Euro pro Stück fast doppelt so teuer wie die aus Papier, dafür werden sie ohne Ständer mit Kabelbindern direkt etwa an Laternen gezurrt – ritsch, ratsch, fertig.

Dann hängen die Christsozialen die SPD locker ab: Bei der bleibt es bei den aktuell 6000 Plakaten plus 60 Fünffachständer sowie Großplakate. Die FDP gibt rund 2500 Plakate in der Stadt an. Grünen-Chef Sebastian Weisenburger meldet rund 2100 Plakate, die hauptsächlich eine Firma für die Öko-Partei aufklebte: „Eine Materialschlacht können wir nicht gewinnen. Wir konzentrieren uns lieber auf Hausbesuche.“ Für den Endspurt haben aber auch die Grünen noch einmal 50 Litfaßsäulen und 20 Großplakate gebucht.

David Costanzo

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