Plötzlich gestolpert

Gipfel unterschätzt? Münchner stürzt 70 Meter in den Tod - Begleiterin muss alles mit ansehen

Walchsee: Münchner überschätzt sich beim Klettern - und stürzt in den Tod.
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Walchsee: Münchner überschätzt sich beim Klettern - und stürzt in den Tod.

Am Mittwoch stellte sich ein Münchner an einem Klettersteig in Österreich einer Aufgabe, die offensichtlich zu schwer für ihn war. Als er den Rückweg antreten wollte, stolperte er und verletzte sich tödlich.

  • Das Klettern ist sowas wie ein Volkssport der Deutschen. Vor allem die Alpen in Bayern und Österreich sind beliebte Ziele.
  • Bei den Kletter-Abenteuern sollte man jedoch gut abgesichert sein und sich nicht zu viel vornehmen.
  • Ein 71-Jähriger aus München war ohne Sicherung an einem Klettersteig in Österreich klettern - Die Tour endete mit seinem Tod.

Walchsee - Das Klettern ist der Volkssport der Deutschen. Die Natur lockt, die Gipfel wollen erklommen werden. Für viele ist es ein besonderer Anreiz, sich neuen Herausforderungen zu stellen und immer höhere Berge zu bezwingen. Es ist oftmals alles andere als leicht, aber wenn man endlich den Gipfel erreicht hat und nach unten ins Tal schaut, hat sich die Anstrengung gelohnt. Die Alpen in Bayern laden besonders zu ausgedehnten Klettertouren ein. Ein 71-Jähriger aus München* hatte jedoch andere Pläne, er machte sich mit einer Bekannten in die österreichischen Alpen auf - und machte bei der Klettertour leider mehrere Fehler, die er teuer bezahlen musste. Er stürzte in den Tod.

Der 71-jährige Münchner ist nicht der erste Bayer der bei einer Klettertour in den Alpen bei Walchsee sein Leben verlor. Ein Erdinger stürzte ebenfalls in den Tod*.

Klettersteig bei Walchsee: Münchner klettert ohne Sicherung und bezahlt mit dem Leben

Am Mittwoch den 19. August gegen 10.40 Uhr, stieg ein 71-Jähriger aus München mit einer Begleiterin (43) im Bereich der Otteralm bei Walchsee in Tirol (Österreich) in einen Klettersteig ein. Nach Angaben der Polizei war der Mann dabei nicht gesichert. Der Klettersteig „Bergkameraden" mit dem Schwierigkeitsgrad D war für den 71-Jährigen scheinbar zu schwer, wie er bereits nach einigen Metern bemerkte. Nach etwa 100 Meter des ungesicherten Kletterns gab er seiner Begleiterin gegenüber zu, dass er den Anforderungen des Klettersteigs nicht gewachsen sei.

Weil ihm der Klettersteig zu schwierig war, wollte der Münchner umkehren und trat den Rückzug an. Nach Polizeiangaben stolperte der Mann aus noch unbekannter Ursache und stürzte 70 Meter in die Tiefe. Bei dem Sturz schlug der 71-Jährige mehrmals an der Felswand auf und zog sich tödliche Verletzungen zu. Ein sofort alarmierter Notarzt, der mit dem Rettungshubschrauber zum Unfallort flog, konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Seine Begleitung erlitt einen Schock und musste vom Kriseninterventionsteam auf der Otteralm versorgt werden.

Bereits vor einem Jahr starb ein Münchner beim Canyoning in einer Klamm. Laut Polizeiangaben sei der Mann vermutlich an der Klamm im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gestürzt und hatte sich tödlich verletzt.

Klettersteig bei Walchsee: Münchner stürzt in den Tod - Wortlautmeldung der Polizei

Am 19.08.2020 Uhr gegen 10.40 Uhr stieg ein Mann mit einer Bekannten (43) im Bereich der Ottenalm in Walchsee in den Klettersteig „Bergkamerad“ ein. Nach ca 100 m ungesichertem Klettern gab der Mann gegenüber seiner Begleiterin an, dass er den Schwierigkeiten des Steiges nicht gewachsen sei und umkehren wolle. In der Folge stolperte der Mann plötzlich aus bisher unbekannter Ursache und stürzte, mehrmals an der Felswand aufschlagend, ca 70m ab. Er erlitt dabei tödliche Verletzungen.

*tz.de/Merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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