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Grab am Münchner Waldfriedhof geschändet: Sogar Feuerwehr muss anrücken - Polizei sucht Zeugen

Der Waldfriedhof im Stadtviertel Großhadern wurde 1972 gegründet. Er umfasst eine Fläche von 162 Hektar und beherbergt circa 64.500 Gräber.
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Am Münchner Waldfriedhof haben Unbekannte ein Grab beschädigt. Die Polizei sucht Zeugen (Symbolbild).

Am Münchner Waldfriedhof verwüsteten bislang Unbekannte mit roter Flüssigkeit ein Grab. Eine politische Motivation ist nicht auszuschließen.

München - Die Münchner Polizei ermittelt gegen bisher unbekannte Täter, die das Grab des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera beschädigt haben. Mit einer roten Flüssigkeit sei laut Polizeibericht der Grabstein und das umliegende Erdreich „durchtränkt“ worden. Neben der Grabstätte entdeckte die Polizei bei dem Einsatz am Sonntagmorgen (7. März) Kanister, welche die selbe Flüssigkeit enthielten.

München: Grab von „historisch umstrittener Person“ beschädigt

Da nicht einzuschätzen war, wie gefährlich die verwendete Flüssigkeit war, wurde sogar die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte deckten den betroffenen Bereich mit Plastikplanen ab, um ein weiteres Einsickern der Flüssigkeit nach etwaigen Regenfällen zu verhindern. Die Laboruntersuchung der Flüssigkeit dauert laut Angaben der Polizei-Pressestelle München noch an.

Feuerwehr alarmiert: Gefährlichkeitsgrad der Flüssigkeit noch nicht bekannt

Nicht zum ersten Mal haben Unbekannte das Grab des ukrainischen Nationalisten beschädigt. Eine politische Motivation hinter der Sachbeschädigung ist daher nicht auszuschließen. Daher ermittelt nun auch das Fachdezernat für politisch motivierte Kriminalität wegen Störung der Totenruhe, Sachbeschädigung und Bodenverunreinigung. Stepan Bandera wurde 1959 in München von Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB ermordet. Der Politiker ist äußerst umstritten, da er auch eine nationalsozialistische Vergangenheit hatte.

Sachbeschädigung am Waldfriedhof: Polizei München sucht nach Zeugen

Das Polizeipräsidium München bittet Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 45, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.  

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