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Zufriedenheit mit dem Warntag – auch wenn nicht jedes Handy die Nachricht erhält

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Von: Phillip Plesch

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Am bundesweiten Warntag wurde das System „Cell Broadcast“ getestet. Andere Länder verwenden das System seit Jahren erfolgreich.
Warnmeldung auf einem Mobiltelefon. © Rolf Poss/IMAGO

Um 11 Uhr schaute am Donnerstag ganz Deutschland aufs Handy oder hörte plötzlich Alarmsignale: Der bundesweite Probealarm betraf auch München.

München - Ein paar Sekunden sind es, bis der Zeiger auf 11 Uhr springt – und doch liegt in der U-Bahn-Station Hauptbahnhof München schon ein penetrantes Summen und Brummen in der Luft. Einige Fahrgäste schauen auf ihr Smartphone. Von dort kommen die Geräusche. Dann blinkt auch auf den großen Bildschirmen an der Wand der Hinweis auf: „Probewarnung! – bundesweit – Es besteht keine Gefahr!“ Der Alarm über alle möglichen Kanäle gehörte zum Warntag, bei dem die Behörden testeten, wie gut Sirenen, Handy-Apps und Co. funktionieren, wenn der Ernstfall eintritt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat den Test am Donnerstag als Erfolg gewertet. Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme habe funktioniert, sagte Behördenchef Ralph Tiesler in einer ersten Einschätzung. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Rückmeldungen der Bürger. Wer noch Feedback geben will, wie gut die Warnung bei ihm funktioniert hat, kann das bis zum 15. Dezember online unter warntag-umfrage.de tun.

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Viel Beachtung fand die neue Technologie Cell Broadcast, die sich noch im Aufbau befindet

Viel Beachtung fand die neue Technologie Cell Broadcast, die sich noch im Aufbau befindet. Dabei wird eine Warnmeldung an alle Handys in einem bestimmten Gebiet verschickt – ohne dass man eine App oder eine Internet-Verbindung bräuchte. Allerdings kam diese Alarm-Nachricht am Donnerstag nicht auf allen Smartphones an.

Das könne verschiedene Gründe haben, hieß es auf Nachfrage vom BBK. „Auf der einen Seite muss es seitens der Mobilfunknetzbetreiber innerhalb ihrer Funkzellen technisch möglich sein, Warnungen über Cell Broadcast zu versenden.“ Auf der anderen Seite müssten auch die Geräte in der Lage sein, diese zu empfangen – zum Beispiel mit aktueller Software.

Eine Entwarnung gibt es über Cell Broadcast übrigens nicht. Die war am Donnerstag offiziell um 11.45 Uhr. Der erste Warntag vor gut zwei Jahren war selbst ein Alarmsignal gewesen. Damals hatte sich gezeigt, dass die deutschen Warnsysteme nicht ausreichend funktionieren. pp

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