Herr OB Ude, warum ...?

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Von Störungen auf der S-Bahnstrecke kriegen Pendler in den Bussen der MVG nichts mit

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet. Heute will jemand wissen: "Warum ist es nicht möglich, in MVG-Bussen Störmeldungen beim Betrieb auf der S-Bahnstrecke bekannt zu geben?"

Frage: Zum Beispiel Aubing: Man fährt mit dem Bus nach Lochhausen (S 3) oder Aubing (S 4), steigt aus und stellt fest, dass keine S-Bahn fährt. Bei einer entsprechenden Durchsage wären wir mit dem Bus 162 nach Pasing oder zum Laimer Platz gefahren. Wieso geht das nicht?

Johann Meyer, Aubing

Antwort: Ich kann Ihren Wunsch nach lückenloser und an jedem Ort passend zur Verfügung stehender Information über aktuelle Störungen im MVV-Netz zwar verstehen, allerdings ist ein solcher Service aus technischen und organisatorischen Gründen nicht machbar und auch nicht sinnvoll. Zwar versucht die MVG, die übrigens nicht für die S-Bahn zuständig ist, bei größeren Störungen auf der S-Bahn-Stammstrecke ihre Fahrgäste insbesondere in der U-Bahn rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen, dies macht aber nur dann Sinn, wenn bekannt ist, wie lange die jeweilige Störung dauert. Besser ist es, bei Störungen im S-Bahn-Netz den elektrischen „Streckenagenten der S-Bahn München“ zu Rate zu ziehen.

In dem von Ihnen beschriebenen Fall müsste die MVG nicht nur über Beginn, Ende und Auswirkungen der konkreten S-Bahn-Störung informiert sein, sondern diese Informationen allen betroffenen U-Bahn-, Bus- und Tramlinien mitteilen. Anschließend müssten alle Fahrer der betroffenen Linien diese Information den Fahrgästen durchsagen – auf die Gefahr hin, dass die Störung schon wieder beendet ist, wenn der Fahrgast sie mitgeteilt bekommen hat. Solche Falschinformationen wären aber das Gegenteil der gewünschten zuverlässigen Fahrgastinformation im Störungsfall. Auch möchte sicher nicht jeder Fahrgast solche Informationen hören, die ihn gar nicht betreffen. Und im Übrigen besteht die Gefahr, dass die Fahrer durch eine Vielzahl solcher Störungsmeldungen von ihrer eigentlichen Tätigkeit der sicheren Personenbeförderung abgelenkt werden, z.B. durch entsprechende Nachfragen von Fahrgästen.

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