tz-Leserin fragt, OB Ude antwortet

Warum keine LED-Straßenbeleuchtung?

München - "Warum wird die Straßenbeleuchtung nicht auf LED umgestellt?", fragt tz-Leserin Melanie Carl aus Sendling. Oberbürgermeister Christian Udes Antwort:

Warum wird die Straßenbeleuchtung nicht auf LED umgestellt? Zum einen lassen sich dabei hohe Kosten sparen, weil z. B. LEDs viel weniger Strom verbrauchen und sie auch eine längere Brenndauer haben. Zum anderen könnte die Lichtstärke dann auch durch modernere Technik weiter herabgesetzt werden, um den Licht­smog einzudämmen.

Melanie Carl, Sendling

OB Udes Antwort:

Bei der LED-Technik bietet der Markt inzwischen eine Vielzahl von LED-Lösungen für alle Bereiche der Straßenbeleuchtung, vom Fußweg bis zur Hauptverkehrsstraße. Die Energieeffizienz entspricht zurzeit in etwa der einer modernen Kompaktleuchtstofflampe. Die Investitionskosten hochwertiger LED-Leuchten liegen noch beim 2- bis 3-Fachen vergleichbarer konventioneller Straßenleuchten. Die derzeit angebotenen Systemmodule sind je nach Firma unterschiedlich, es gibt noch keine Standards bzw. eine Kompatibilität zwischen den Herstellern. Dies hat nicht nur unerwünschte Firmenabhängigkeiten, sondern auch eine Vielzahl unterschiedlicher LED-Leuchtentypen und deren Ersatzteile zur Folge.

Ein flächendeckender Einsatz ist zum derzeitigen Zeitpunkt somit noch mit Mehrkosten für die Lagerhaltung, Wartung und Instandhaltung verbunden und somit nicht wirtschaftlich. Das Baureferat beobachtet und testet jedoch intensiv, wie sich die Einsatzmöglichkeiten der LED-Straßenbeleuchtung weiterentwickeln.

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