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Nach Brücken-Unfall im Münchner Osten ‒ Balanstraße wochenlang gesperrt

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Von: Julian Limmer

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Ein massives Betonteil kippte auf der Baustelle – dieser Bereich der Balanstraße bleibt nun für einige Wochen gesperrt
Ein massives Betonteil kippte auf der Baustelle – dieser Bereich der Balanstraße bleibt nun für einige Wochen gesperrt © Markus Götzfried

Auf einer Brücken-Baustelle der Bahn im Münchner Osten ist ein massives Betonteil gekippt - nach dem Unfall bleibt die Balanstraße voraussichtlich mehrere Wochen gesperrt. Anwohner und Pendler müssen sich auf Umwege einstellen.

München - Vollsperrung! In der nächsten Zeit geht an der Balanstraße zwischen Orleans- und St.-Cajetan-Straße nichts mehr. Voraussichtlich bleibt die viel befahrene Verkehrsader in Haidhausen nahe des Ostbahnhofs zwei bis drei Wochen lang gesperrt – für Autofahrer, Radler und Fußgänger! Grund: Ein 225 Tonnen schweres Betonfundament ist auf der Baustelle an der Bahnbrücke am Montagnachmittag gekippt (tz berichtete). Nun muss der Schaden repariert werden. Der Bau-Gau im Münchner Osten!

Gegen 16 Uhr hörten Bauarbeiter laut Polizei ein knirschendes Geräusch, als sie gerade an einer Ersatzbrücke an der Balanstraße arbeiteten. Die Bahn erneuert dort momentan für rund 15 Euro Millionen Euro die Brücke für die Züge zwischen Ost- und Hauptbahnhof – dort kam es nun zu dem Unfall.

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Beton-Unterbau an Münchner Baustelle kippt nach hinten: Niemand wurde verletzt

Kurz nach dem ersten Knirschen konnten sich die Arbeiter noch in Sicherheit bringen – dann gab eine Stütze nach, und der Beton-Unterbau kippte mehre Meter nach hinten. Daraufhin verzog sich auch noch das Traggerüst. Mit Hilfe die Feuerwehr gelang es, das vom Einsturz bedrohte Teil zu stützen. Zum Glück: Niemand wurde verletzt. Einige MVG-Busse waren vor der Unterführung noch gestoppt worden und mussten teils rückwärts aus der Straße rangiert werden.

Warum sich das Fundament verschob, versucht die Bahn zu klären. Ob sich durch den Unfall der Brückenbau verzögert, ist momentan noch nicht klar. Die Arbeiten haben im April begonnen und sollten eigentlich im November abgeschlossen sein.

Vollsperre bis mindestens 23. September: Für Anwohner „unangenehm“

Momentan versucht die Bahn noch, die Stahlkonstruktion zu stabilisieren. Die Verkehrssicherheit an der Bahnunterführung könne derzeit aber nicht gewährleistet werden – das Planungsreferat der Stadt geht von einer Sperrung noch bis mindestens 23. September aus.

Mit Folgen für Pendler oder Anwohner wie etwa Rentnerin Kristina Nissel, die wir an der gesperrten Brücke treffen: „Für uns, die in der Nähe wohnen, ist das natürlich unangenehm.“ Ihr persönliches Problem: Ihr Physiotherapeut hat seine Praxis genau auf der anderen Seite des gesperrten Stücks. Sie muss nun einen Umweg einplanen. Der Autoverkehr wird übers Straßennetz umgeleitet – was nächste Woche interessant werden kann, wenn die Sommerferien vorbei sind… Bahn-Pendler sind nicht betroffen.

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