Diese Fälle bewegen die Stadt

Notruf in München an Weihnachten: Von der Tierrettung bis zum Feuer-Inferno - Nicht alle Einsätze gingen gut aus

Die Feuerwehr rettete eine Katze, die sich an der Autobahn eingeklemmt hatte.
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Die Feuerwehr rettete eine Katze, die sich an der Autobahn eingeklemmt hatte.

Die Münchner Rettungskräfte hatten am Weihnachtfest einiges zu tun. Nicht alle der Notrufe gingen dabei gut aus.

  • Es war wegen Corona ein stilles Weihnachtsfest - doch die Polizei hatte trotzdem viel zu tun.
  • In München gab es einige Einsätze, die die Beamten beschäftigten.
  • Nicht alle gingen gut aus.

München - Es sind einsatzreiche Tage, die hinter den Rettungskräften in der Stadt liegen: Blicken sie auf das Weihnachtsfest 2020 zurück, dann gab es für die Männer und Frauen von der Feuerwehr und Polizei richtig viel zu tun. Notrufe, die die Retter in schwierige und emotionale Situationen gebracht haben.

Hündin Violetta verschwindet - Polizei hilft

Wie im Fall von Violetta, die nicht nur ihr Frauchen in helle Aufregung versetzt, sondern am zweiten Weihnachtsfeiertag für einen Großeinsatz in Bogenhausen gesorgt hat. Gegen 13.30 Uhr war die Hündin dort ausgebüxt und über das Schutzgitter eines sogenannten Oberflächenwasserschachts gesprungen. Als das süße Zamperl daraufhin verschwunden war, wählte die Besitzerin den Notruf. Taucher der Berufsfeuerwehr und Strömungstaucher der Freiwiligen Feuerwehr stiegen daraufhin in den Schacht ab, in dem Regenwasser zur Isar geleitet wird. Mit einem Netz konnten sie Violetta aus der gefährlichen Situation retten.

Autobahn A9: Katze eingeklemmt

Ebenfalls tierische Hilfe musste die Feuerwehr schon eine Stunde später am Adaloweg leisten. An der Schallschutzwand zur Autobahn A9 hatte sich eine Katze eingeklemmt. Per Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte zu dem Schutznetz, in dem sich die Katze verheddert hatte. Sie wurde, augenscheinlich unverletzt, nach ihrer Rettung freigelassen.

Weihnachtsgeschenk kommt mithilfe der Polizei noch an

Zu Herzen geht auch der Einsatz, zu dem die Polizei an Heiligabend ausgerückt ist. Das dazugehörige Foto hat allein im sozialen Netzwerk Facebook über 8000 Gefällt-mir-Angaben bekommen. Was die Menschen so berührt? Den Beamten der Inspektion in Bogenhausen fiel bei einem Diebstahl-Einsatz ein besonderes Paket auf. „Da es sich offensichtlich um ein Weihnachtsgeschenk handeln könnte, entschlossen sie sich, Rücksprache zu halten“, teilt die Polizei mit. Tatsächlich konnte das Geschenk so noch rechtzeitig seinem Besitzer überbracht werden. Ein kleiner Bursche freut sich nun über einen Spielzeugroboter, den sein Vater für ihn bestellt hatte. „Schön, dass es auch so ging“, meint die Polizei und bekommt viel Zustimmung für diesen Einsatz.

Lastwagen brennt komplett aus

Es gab an Weihnachten aber auch Alarmierungen, die kein gutes Ende nahmen. Wie im Fall eines Lastwagens, der komplett ausgebrannt ist. Der Dreiachslaster stand in der Sachsenstraße in Untergiesing gegen 2 Uhr nachts in Flammen. Warum der Brand ausgebrochen ist, muss die Polizei ermitteln. Bei einem zweiten Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Puchheim gehen die Beamten davon aus, dass der Brand absichtlich gelegt worden sein konnte. Gleich mehrere Notrufe waren am späten Samstagabend bei der Feuerwehr eingegangen. Sie musste rund 60 Personen aus dem Gebäude evakuieren. Dramatische Szenen spielten sich bereits am Mittwochabend bei einem Brand in einem Seniorenheim in Ramersdorf ab. Für eine 80-jährige Bewohnerin kam in ihrem Appartement jede Hilfe zu spät. - Nadja Hoffmann - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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