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Außen Bling, innen Klang – Erste Details zum Konzerthaus im Werksviertel

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Von: Carmen Ick-Dietl

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Das Konzerthaus wird mit LED-Elementen überzogen.
Digitale Bilder auf der Haut: Das Konzerthaus wird mit LED-Elementen überzogen. © Bloomimages Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH

Das Konzerthaus im Werksviertel ist noch Zukunftsmusik. Doch auch wenn die Dimensionen des Projekts wegen explodierender Kosten bröckeln, gibt es schon Konkretes.

Diese Fassade allein ist schon pure Kunst. LED-Lichter ermöglichen auf ihr schier unbegrenzte visuelle Effekte. Wenn die Hülle des neuen Konzerthauses tatsächlich so gebaut wird, ist München* um eine schillernde Attraktion reicher. Doch noch ist es nicht mehr als eine Vision des Büros Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT aus Bregenz.

Baustart für Münchens neuen Kunsttempel ist frühestens 2025, eher deutlich später. Als nächster Schritt muss 2023 zunächst die Entwurfsplanung für das „Konzerthaus München“ dem Landtag zur Freigabe vorgestellt werden. Bis dahin entwickelt sich das Projekt weiter, erklärten Vertreter von Kunstministerium und Staatlichem Bauamt jetzt im Bezirksausschuss Berg am Laim*.

Planung des neuen Konzerthauses: Klangkonzept und Ausblick auf München

So werde es eine innere Hülle und eine äußere Wetterfassade geben. Insgesamt wird das Haus vier Untergeschosse und neun Obergeschosse haben. Für den großen Saal, der höher liegt, ist ein Klangkonzept geplant, „das es so in Deutschland noch nicht gibt“. Ein umlaufendes Foyer im Obergeschoss soll einen tollen Ausblick auf München ermöglichen.

Beim kleinen Saal in Form eines Ovals liegt der Schwerpunkt auf Digitalität und künstlerischen Zukunftsformaten. Er liegt tiefer und erhält ein eigenes Foyer an der Seite. Im hinteren Gebäudeteil ist noch ein Multifunktionssaal geplant. Im Erdgeschoss sind an zwei Ecken ein Tagescafé sowie ein Restaurant vorgesehen, jedes mit Außenzugang.

Konzerthaus im Werksviertel: Projekt „ist für ganz Bayern“

Das verhältnismäßig kleine Grundstück sei schon eine Herausforderung, erklärt Martin Lackner vom Staatlichen Bauamt. Die geplante Tiefgarage wird über zwei Ebenen verfügen und sich bis unter den Vorplatz ausbreiten. Sie soll mit bereits vorhandenen Tiefgaragen verbunden werden. Neben 200 Kfz-Stellplätzen sollen hier auch 170 Fahrradstellplätze unterkommen, der Zugang soll über zwei Großraum-Aufzüge erfolgen.

Ein ambitioniertes Vorhaben. „Es gibt Fans und Gegner, das gehört dazu.“ Ein solches Projekt brauche unbedingt Rückhalt und Interesse. Man baue es nicht nur für Berg am Laim und München. „Das Konzerthaus ist für ganz Bayern“, betont Lackner. (ick) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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