Zu eng, neue Linien

Vier Gleise für "Oktoberfest-Bahnhof" Theresienwiese

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Der U-Bahnhof Theresienwiese platzt jetzt schon aus allen Nähten. Wenn die längere U5 und die U9 kommen, wird’s noch heftiger.

München - Am Mittwoch hat der Planungsausschuss des Stadtrats den neuen Nahverkehrsplan beschlossen. Unter anderem sind 18 neue U- und Trambahnlinien geplant. Die Haltestelle Theresienwiese wird ausgebaut.

In diesem Rahmen rechnet die MVG zukünftig mit noch mehr Andrang am ­U-Bahnhof Theresienwiese – hier, wo es zur Wiesn-Zeit eh schon heillos überfüllt ist. Darum wird die Station auf Antrag der SPD von jetzt zwei auf vier Gleise (mit dann drei Bahnsteigen) ausgebaut. Das wird der Riesen-Wiesn-Bahnhof!

Vor allem an den Oktoberfest-Wochenenden ist das Gedränge am Wiesn-U-Bahnsteig jetzt schon enorm. Mitarbeiter der MVG versuchen mit Humor, Engelsgeduld und zuweilen auch mit Körpereinsatz zu verhindern, dass ein Wiesngast ins Gleis fällt.

Der Plan zeigt die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 und die neue U9.

Da die U5 auf Betreiben der CSU bis Pasing verlängert werden soll (Spatenstich 2019, Fertigstellung vielleicht 2025), rechnet die MVG dann mit noch mehr Gedränge. Denn: Die U5 hält auch an der Wiesn – und aus Pasing werden zusätzliche Oktoberfest-Gäste kommen. „Dies würde während des Oktoberfests am Bahnhof Theresienwiese zu massiven Überlastungssituationen führen, die nicht mehr nur organisatorisch bewältigt werden können“, heißt es in einer Stellungnahme der MVG für den Stadtrat.

Wiesn, längere U5 und neue U9 verstärken Gedränge an U-Bahn-Halt Theresienwiese

Das Gedränge drücke wiederum die Kapazität. „Somit erscheint aus unserer Sicht ein gleichzeitiger viergleisiger Ausbau des Bahnhofs Theresienwiese eine zwingende Konsequenz“, heißt es weiter. Dieser Ausbau, der noch nicht im Detail ausgearbeitet ist, wird auf Antrag der SPD in den Nahverkehrsplan aufgenommen. „Ein viergleisiger Ausbau hätte den Charme, dass man damit auch die geplante U9 dort einspeisen könnte“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Diese neue Linie steht ganz oben auf der Wunschliste der SPD. Sie soll von der Implerstaße über Theresienwiese zur Münchner Freiheit führen.

Die Fragezeichen des Verkehrsplans

Im Zentrum der Nahverkehrs-Planungen steht die 2. Stammstrecke der S-Bahn. „Ich gehe davon aus, dass es im Frühjahr belastbare Kostenschätzungen gibt und dann bald eine Entscheidung fällt“, so OB Dieter Reiter (SPD) gestern. Dazu ist die Finanzierung der städtischen Verkehrsprojekte unsicher, da die staatlichen Zuschüsse 2019 auslaufen. Streit zwischen SPD und CSU wird es bei der Tram durch den Englischen Garten geben.

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