1. tz
  2. München
  3. Stadt

O´pflanzt is! - Wiesn-Wirte unterstützen Klimaschutzprojekte und greifen selbst zum Spaten

Erstellt:

Von: Phillip Plesch

Kommentare

Setzen ein Zeichen für den Klimaschutz (v.l.): Sebastian Kuffler, Konstantin Schottenhamel, Christian Schottenhamel, Kathrin Wickenhäuser-Egger, Susanne Geimann, Michael Schottenhamel, Thomas Luff und Christian Luff.
Setzen ein Zeichen für den Klimaschutz (v.l.): Sebastian Kuffler, Konstantin Schottenhamel, Christian Schottenhamel, Kathrin Wickenhäuser-Egger, Susanne Geimann, Michael Schottenhamel, Thomas Luff und Christian Luff. © Oliver Bodmer

Das Oktoberfest verbraucht viel Energie. Das wissen auch die Wiesn-Wirte und unterstützen zum Ausgleich Klimaschutzprojekte.

Diesen Anblick gibt es nicht alle Tage: Mit Mützen, dicken Winterjacken, festen Schuhen und Spaten in der Hand stapften am Montagmorgen Wiesn-Wirte durch ein Waldstück südlich der A 995 bei Sauerlach. Ihre Mission: Setzlinge pflanzen - um den CO2-Fußabdruck ihres Festzelts auszugleichen und so zum Klimaschutz beizutragen.

„Das Oktoberfest kostet natürlich Energie, es braucht Strom, Gas und Wasser und stößt CO2 aus“, sagt Wiesn-Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel. „Dem wollen wir entgegenwirken und ein Zeichen setzen.“ Er hofft, dass es auch Strahlkraft auf andere Volksfeste hat, die dem Beispiel bald folgen.

Zustande kam die Aktion in Zusammenarbeit mit der Organisation ClimatePartner. Die ermittelt seit 2018 die Emissionen mancher Wiesn-Zelte. „Über Climate-Partner finanzieren wir diverse Projekte, um unseren CO2-Abdruck zu reduzieren“, erklärt Schottenhamel. Und obendrein packten die Wirte nun selbst an.

Wiesn-Wirte hoffen auf mehr Unterstützung in der Zukunft

Lass Dir raten, nutz den Spaten, hieß es in Anlehnung an den bekannten Spruch der Spaten-Brauerei - deren Bier wird schließlich auch im Schottenhamel-Festzelt ausgeschenkt. Nach einer kurzen Einweisung durch Paul Killguß von der Stiftung Wir helfen dem Wald ging das Graben los. Christian, Michael und Konstantin Schottenhamel starteten mit Eifer, auch Sebastian Kuffler vom Weinzelt sowie Christian und Thomas Luff von der Hühnerbraterei Poschner ließen sich nicht lange bitten. Voller Elan schaufelten auch Kathrin Wickenhäuser-Egger von der Münchner Stubn und Susanne Geimann von Käfers Wiesn-Schänke. Nach ein paar Minuten hieß es dann: „O’pflanzt is!“ Die Wirtinnen und Wirte waren sichtlich stolz auf ihr Projekt: 20 Rotbuchen hatten sie in die Erde gebracht - insgesamt sollen es etwa 1300 im Münchner Umland werden.

An den Projekten mit Climate-Partner nehmen auch die Wirte-Familien Stadtmüller und Stiftl teil, die beim Anpflanzen aber fehlten. Die Familie Schörghuber zum Beispiel betreibt auch ein klimaneutrales Zelt und unterstützt dafür ein Waldprojekt in Kolumbien. „Aktuell sind wir eine kleine geschlossene Gruppe“, sagt Schottenhamel, „aber wir hoffen, dass jedes Jahr mehr mitmachen.“

Auch interessant

Kommentare