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Semesterstart an den Universitäten: Studenten kehren an den Campus zurück

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Von: Claudia Schuri

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An der TUM lernen Studenten bei einer Vorlesung im Audimax.
Büffeln im Hörsaal: An den Universitäten hat die Vorlesungszeit begonnen – mit Präsenzveranstaltungen. Im Audimax der TUM hielt Stefan Winter, Professor für Holzbau und Baukonstruktion, eine Vorlesung. © Peter Kneffel/dpa

An den Universitäten kehrt das Leben zurück: Die Vorlesungszeit im Wintersemester ist gestartet – und es finden teilweise wieder Präsenz-Veranstaltungen statt. Die Freude darüber ist groß – auch, wenn es Einschränkungen gibt.

Von Marie-Theres Wandinger und Claudia Schuri

Endlich zurück auf dem Campus: An den Universitäten hat das Wintersemester begonnen – und nach drei Corona-Semestern finden nun wieder viele Veranstaltungen in Präsenz statt. „Wir sind froh, weil die Universität vom Austausch und der Diskussion lebt“, sagt Klaus Becker, Sprecher der TUM. Besonders wichtig sei die Präsenz-Lehre zum Beispiel bei Team- oder Laborarbeiten. Gleichzeitig gibt es weiterhin digitale Veranstaltungen, bei denen Studenten zeit- und ortsunabhänig lernen. Bei der LMU können die Fakultäten und Lehrstühle entscheiden, ob Vorlesungen und Kurse in Präsenz oder online abgehalten werden. „Wir gehen davon aus, dass vor allem kleinere Veranstaltungen verstärkt vor Ort stattfinden“, sagt Sprecherin Katrin Röder. Ziel sei, so viele Präsenzveranstaltungen wie möglich anzubieten.

Viele Studenten freuen sich darüber. „Ich habe im April 2020 angefangen zu studieren und bisher Vorlesungen und Seminare nur online besuchen können“, sagt Geschichte- und Soziologie-Studentin Chiara Hager. „Worauf ich mich am meisten freue, sind die neuen Kommilitonen, die ich jetzt endlich mal persönlich kennenlerne.“ Ähnlich geht es Jura-Student Niko Besta: „Die Online-Uni hatte zwar ihre Vorteile“, erzählt der 22-Jährige. „Aber mir hat die soziale Interaktion gefehlt. Jeden Tag vor dem Bildschirm zu sitzen, ist auslaugend.“ Manche Studierende würden sich noch viel mehr Präsenz-Veranstaltungen wünschen: Unsere Redaktion erreichte zum Beispiel der Hinweis eines Studenten, der sich beklagt, nach wie vor zu hundert Prozent im Online-Studium lernen zu müssen.

Für alle, die wieder vor Ort sind, gilt die 3G-Regel: Sie müssen geimpft, getestet oder genesen sein. „Wir gehen davon aus, dass mindestens 80 Prozent unserer Studierenden aktuell geimpft sind“, erklärt Katrin Röder. Eine Umfrage unter 3000 Studierenden der medizinischen Fakultät und des Instituts für Kommunikationswissenschaften habe sogar ergeben, dass die Impfbereitschaft bei 92 bis 94 Prozent liege. Die Universitäten unterstützen die Impfkampagne. „An unseren Standorten finden Impfaktionen statt“, sagt Klaus Becker. Auch Testzentren gibt es dort. Becker ist optimistisch: „Bei den Vorbereitungsveranstaltungen für Erstsemester gab es überhaupt keine Probleme.“

An der TUM starten rund 7300 Studenten ihr Bachelorstudium, an der LMU sind es rund 8120 Erstsemester.

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