Josef Schmid betont

Schmid: München ist Wirtschafts-Weltmeister!

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Josef Schmid (links) und sein Vize im Wirtschafts referat, Kurt Kapp, auf dem Dach der Behörde in der Herzog-Wilhelm-Straße.

München - Vize-Bürgermeister Josefd Schmid (CSU) betont: München ist Wirtschafts-Weltmeister.  Unsere Stadt ist Konjunkturmotor für ganz Deutschland.

Deutschland fiebert dem WM-Sieg im Finale gegen Argentinien entgegen. Doch auch wirtschaftlich glänzt Schwarz-Rot-Gold wie nie zuvor – und das, glaubt man den Worten des neuen Wirtschaftsreferenten der Stadt, Josef Schmid (CSU), auch dank des ungebrochenen Booms in der Landeshauptstadt.

„Man kann sagen, dass München nicht nur von der insgesamt positiven wirtschaftlichen Lage in Deutschland profitiert, sondern vielmehr ein Konjunkturmotor des ganzen Landes ist“, so Schmid, der seit Dienstag nach dem Posten als zweiter Bürgermeister auch das Amt des Wirtschaftsreferenten übernommen hat. Gestern stellte er erstmals den Jahreswirtschaftsbericht der Stadt vor. Hier die Fakten:

Jobs: Die Stadt verzeichnete voriges Jahr einen Beschäftigungsanstieg um 2,8 Prozent – das sind 20 302 Jobs mehr als 2012.

Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich wie im Rest der Republik – sie stieg im Vorjahr von 4,6 auf 4,8 Prozent.

Firmenstruktur: In München sind 96 150 Unternehmen angesiedelt, davon haben 89 000 Firmen bis zu zehn Mitarbeiter, 400 Betriebe beschäftigen mehr als 250 Mitarbeiter.

Kaufkraft: Im Vergleich der deutschen Großstädte liegt München mit einer Kaufkraft von 27 645 Euro je Einwohner 32 Prozent über dem Durchschnitt.

Existenzgründer: 17 Prozent aller bayerischen Gewerbeanmeldungen – wie vor wenigen Jahren FlixBus – finden in München statt.

Insolvenzen: Hier beobachtete die Stadt einen Rückgang von 3,7 Prozent, allerdings stieg die Zahl der betroffenen Mitarbeiter um 63 Prozent.

Produzierendes Gewerbe: Der Umsatzanteil der Industrie und des Handwerks nimmt etwa 52,1 Prozent der Bruttowertschöpfung der Stadt ein.

Dienstleistungen: Hier entstanden 25 591 neue Jobs, ein Plus von 4,2 Prozent. Vor allem freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen boomen (plus 10,6 Prozent), etwa der IT-Sektor. So baut Google derzeit im Arnulfpark eine Groß-Niederlassung.

… und das ist Schmids Mission

Es ist ein wunderschönes Büro im sechsten Stock des Referates für Arbeit und Wirtschaft in der Herzog-Wilhelm-Straße: Eine auf zwei Seiten herum führende Dachterrasse bietet Blicke auf die Dächer der City und die Alpen. Hier residierte bis zu seiner Wahl als Oberbürgermeister der bisherige Wirtschafsreferent Dieter Reiter (SPD). Das Büro ist jetzt verwaist. Auch der bisherige Vize des Referates, Kurt Kapp, zieht hier nicht ein. Der neue Referent und Bürgermeister Josef Schmid hat sein Büro im Rathaus: „Ich werde dennoch sehr oft zu Dienstbesprechungen hier sein“, so Schmid. Somit übernimmt Kurt Kapp die Wache im Haus: „Ich werde Herrn Schmid gegenüber selbstverständlich genauso loyal sein wie Herrn Reiter.“

Als Schmid gestern die beinahe makellose Wirtschaftsbilanz der Stadt und somit die seines Vorgängers vorstellte, sagte er: „Herr Reiter und ich haben uns die letzten sechs Jahre gemeinsam um das Wohlergehen der Stadt gekümmert.“

Was er anders machen will? „Ich will einen dritten Arbeitsmarkt schaffen, der Menschen, die keine Beschäftigung haben, Würde durch Arbeit zurückgibt.“ Es gebe viele Münchner mit „mehrfachen Vermittlungshemmnissen“ auf dem Arbeitsmarkt – etwa psychische Krankheiten, Alkoholmissbrauch, Sprachbarrieren oder Alter.

Schmid will auch den Nahverkehr ausbauen und die kommunalen Betriebe im Besitz der Stadt behalten sowie den Nahverkehr ausbauen.

Johannes Welte

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