Stammgäste begeistert

Traditions-Wirtshaus feiert Wiedereröffnung: Frisch renoviert und mit neuem Pächter

Wirtshaus in Sendling: Wirt Manfred Rott freut sich.
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Willkommen zurück: Der neue Wirt Manfred Rott freut sich auf die Gäste.

Das Wirtshaus in Sendling feiert heute Wiedereröffnung – frisch renoviert und mit neuem Pächter. Viel hat sich getan, doch eins ist gleich geblieben: die traditionelle Gemütlichkeit.

Über ein Jahr mussten die Türen zubleiben, ab heute geht es wieder los: Das Wirtshaus in Sendling, nur wenige Gehminuten vom Partnachplatz, hat wieder geöffnet. Jetzt begrüßt ein neuer Wirt die Gäste: Manfred Rott (49). „Nach über einem Jahr Umbau und Corona-bedingter Schließung freuen wir uns auf unsere Gäste“, sagt er.

Wirtshaus in Sendling feiert Wiedereröffnung: „Stammgäste sollen sich heimelig fühlen“

Eine Menge wurde hier gewerkelt in den vergangenen Monaten. „Jede Rohrleitung, jedes Elektrokabel und jeder Lüftungsschacht ist neu“, erzählt Manfred Rott. An der gemütlichen Atmosphäre hat das nichts geändert. „Aber uns war es wichtig, den alten Charme zu behalten.“ Deshalb wurde beispielsweise die alte Wandvertäfelung vorsichtig abmontiert, vom Schreiner liebevoll aufbereitet und wieder angebracht. Rott: „Die Stammgäste sollen sich sofort wieder heimelig fühlen.“

Darauf mussten sie länger warten als gedacht. Eigentlich wollten Rott und sein Team bereits im Juni öffnen, doch die Umbauten zogen sich hin. Dann war November angedacht. „Da machte uns Corona* einen Strich durch die Rechnung“, sagt Rott. Die Blumenkästen vor dem Haus hatten sie dennoch schon bepflanzt. „Die Gäste sollten wissen, dass sich hier was tut“, findet der Wirt.

Wirtshaus in Sendling frisch renoviert: Das steht auf der Speisekarte

Denn die haben fleißig nachgefragt, wann sie wieder in ihr Stammlokal kommen können. „Wenn ich draußen beim Gießen war, wurde ich immer angesprochen“, sagt Rott mit einem Lächeln. „Schön, dass den Gästen so viel am Lokal liegt.“ Viele Stammgäste haben bereits einen Tisch reserviert. Wie eine ältere Dame für ihren 91. Geburtstag am Donnerstag. „Sie war so glücklich, denn sie geht schon ihr ganzes Leben lang hier zum Essen.“ Auf der Speisekarte stehen neben bayerischen Klassikern wie Milzwurst (8,90 Euro) und Schweinsbraten (12,90 Euro) auch moderne Salate mit klangvollen Namen wie „Neuschwanstein“ (13,90 Euro) oder „Sissi“ (12,90 Euro).

Wirtshaus in Sendling: Tradition seit über 100 Jahren

Auch das Wirtshaus in Sendling hat eine lange Tradition. Es gehört zur über 100 Jahre alten Kriegersiedlung in Sendling, die in den 1920er Jahren im Auftrag der Bau- und Kleinsiedlungsgenossenschaft des Kriegsbeschädigtenvereins München erbaut wurde. Versehrte aus dem Ersten Weltkrieg sollten hier preiswert wohnen können. Inzwischen steht das Ensemble unter Denkmalschutz.

Manfred Rott ist in der Gastroszene nicht neu. Er führt seit 1997 zusammen mit seiner Frau Franziska das Café Westend. Vor 20 Jahren wurde ihm das Wirtshaus in Sendling schon einmal angeboten. „Damals fühlte ich mich zu jung dafür“, erinnert er sich. Knapp 20 Jahre war dann Christa Schuler die gute Seele des Wirtshauses, bis sie im Dezember 2019 aufhörte. Nun ergab sich wieder die Chance – und Rott griff zu: „Jetzt hat alles gepasst.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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