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2.500 Wohnungen für München: Stadt beschließt neue Projekte

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Von: Felix Herz

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Dächermeer und Häuser in der Innenstadt von München
Teuerstes Pflaster Deutschlands: In München kostet der Quadratmeter Wohnung schonmal mehr als 30 Euro Miete. © imago/Ralph Peters

In München herrscht drastische Wohnungsnot. Kurz vor der Sommerpause brachte der Stadtrat nun Projekte auf den Weg – samt dem Bau 2.500 neuer Wohnungen.

München – Es war die letzte Sitzung vor der Sommerpause. Und der Stadtrat nutzte sie, um einige wichtige Projekte voranzubringen. Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung wurde Wohnungs-Projekt als Satzung beschlossen – ein wichtiger Schritt zur finalen Realisierung. Andere Bauprojekte für mehr Wohnraum in München wurden gebilligt und vorbehaltlich gesatzt.

Neue Wohnungen für München: Stadtrat bringt Projekte auf den Weg

Als Satzung beschlossen wurde das Projekt in der Appenzeller Straße in Fürstenried. Laut Mitteilung der Rathaus-Umschau werden „in der bestehenden Wohnsiedlung der Bayerischen Versorgungskammer beiderseits der Appenzeller Straße und Bellinzonastraße zusätzlich 660 neue Wohnungen gebaut.“

Rund um den Quartiersplatz soll unter anderem ein Café entstehen.
Rund um den Quartiersplatz soll unter anderem ein Café entstehen. © LIN Architekten Berlin / Bayerische Versorgungskammer

Das Projekt umfasst teilweise geförderte Wohnungen sowie drei Kindertageseinrichtungen. Außerdem sind rund um den Quartiersplatz ein Laden, ein Café und ein Nachbarschaftstreff. „Die vorhandenen Freiräume werden aufgewertet und als Treffpunkte für Jung und Alt gestärkt“, heißt es noch.

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Weitere Wohnungen für München: Projekte auf den (langen) Weg gebracht

Ein weiteres Projekt nennt die Rathaus-Umschau einen „Eckdaten- und Aufstellungsbeschlusses“. Dessen Ziel sei die „Überplanung der bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzten Grundstücke an der Heltauer Straße in Trudering-Riem“. Hier soll Wohnraum geschaffen werden. Die Rede ist von einem neuen Quartier mit etwa 1.500 Wohnungen. Das Projekt steckt aber noch in den Kinderschuhen: Der Mitteilung zufolge solle das Gesamtkonzept „mit einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb erarbeitet werden“.

In Neuperlach-Zentrum soll außerdem ein „urbaner, dichter, gemischt genutzter“ Stadtbaustein entstehen, genauer, an der Fritz-Schäffer-Straße 9. In der Mitteilung des Rathauses heißt es: „Rund 200 neue Wohnungen in unterschiedlichen Wohnformen und für unterschiedliche Einkommensgruppen werden dort entstehen“. Auch hier wurde zunächst nur ein Wettbewerb mit Workshopverfahren beschlossen.

Während das Bauprojekt in der Appenzeller Straße auf einer finaleren Stufe steht, wird es noch – gelinde gesagt – einige Jahre dauern, bis die neuen Wohnungen in Trudering-Riem und in Perlach bezogen werden können. Eine direkte Entlastung für den gebeutelten Münchner Wohnungsmarkt sollte man daher nicht erwarten. (fhz)

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