Statistisches Jahrbuch 2014

Unsere Stadt in Zahlen: Die spannendsten Fakten

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München, Stadt der Superlative. Das zeigt die Statistik.

München - Das Statistische Jahrbuch 2014 für München ist da! Das mag langweilig klingen – ist es aber nicht. Denn hinter den Tausenden Zahlen stecken auch interessante und lustige Fakten über unsere Landeshauptstadt.

Wissen Sie zum Beispiel, in welchen Stadtviertel die meisten Ehen auseinander gehen? Oder wo die Autonarren der Stadt leben? Oder wie viele Pendler über 200 Kilometer Fahrtweg auf sich nehmen?

Vorweg die wichtigsten Zahlen zu uns: Zum Jahresende 2013 lebten genau 1.464.962 Menschen hier, also fast 1,5 Millionen! 54,4 Prozent davon sind Single-Haushalte. In 132.949 Haushalten leben Kinder, und 17,7 Prozent sind 65 Jahre und älter. 39,7 Prozent der Münchner haben einen Migrationshintergrund, die meisten Zuwanderer kommen aus Rumänien (3502). Unsere Stadt in Zahlen: Lesen Sie auf dieser Seite aktuelle Fakten aus vielen Lebensbereichen.

Nina Bautz

66.309 Kinder werden in Münchner Kitas betreut. Das sind immerhin 3,1 Prozent mehr als im Jahr 2012. Rein rechnerisch sind hiervon am wenigsten Kinder in Schwabing-West (30 Prozent). In der Maxvorstadt ist jedes dritte Kind in einer Kindertageseinrichtung (67 Prozent). Übrigens: Das Viertel mit den meisten Unter-18-Jährigen ist Trudering-Riem (21 Prozent).

1.079.490 Besucher kamen 2013 ins Deutsche Museum. Das ist Spitze unter allen Museen der Stadt! Besuchermagnete waren u. a. auch Schloss Nymphenburg (483.528) und das Lenbachhaus mit Kunstbau (438.528). Das beliebteste (Musik-)Theater ist, klar, die Bayerische Staatsoper (500.675) vorm Prinzregententheater (264.912) und dem Staatsschauspiel (231.874). Das Kino verlor weiter an Beliebtheit: Mit 4.418.292 Besuchern waren es 183.000 weniger als 2012. Die Bäder freuten sich über Zuwachs: Fast vier Millionen (3.976.376) Münchner zog’s ins Wasser.

59.095 Pendler, die nach München in die Arbeit fahren, stammen aus dem Landkreis unserer Stadt. Von den umliegendten Landkreisen pendeln die meisten aus dem Raum Fürstenfeldbruck in die Stadt (33.865). Ganz schön viele nehmen eine sehr lange Strecke auf sich: 2480 Berufstätige kommen aus Nürnberg, 1396 aus Regensburg und stattliche 514 sogar aus Würzburg.

1109 Münchner Paare heirateten 2013 im August. Damit liegt dieser Monat weit vor dem vermeintlichen Hochzeitsmonat Mai, der mit 824 Terminen auf Platz 6 liegt. Auch das verflixte siebte Jahr ist nur Theorie: Die meisten Ehen wurden nach vier oder fünf Jahren geschieden (6,8 Prozent). 15-mal entschieden sich Ehepaare schon im ersten Jahr, wieder getrennte Wege zu gehen. Und 22 Paare ­ließen sich noch nach über 41 Ehejahren scheiden.

2007 Insolvenzen gab’s im Jahr 2013 – das sind 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Privat-Insolvenzen gingen sogar um 20,1 Prozent zurück. Prozentual die meisten Arbeitslosen gibt’s in Ramersdorf/Perlach (5,1), die wenigsten im Bezirk Altstadt/Lehel (2,5). Interessant: In München gibt es einen einzigen Boots- und Schiffsbauer und einen Handschuhmacher. Zum einzigen Holzschindelmacher ist 2013 sogar ein weiterer dazugekommen. Der letzte Holzleitermacher aber ist verschwunden.

7382 Münchner sind im vorigen Jahr aus der katholischen Kirche ausgetreten – so viele wie seit 2010 nicht mehr. Möglicher Grund: die Finanzaffäre um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Bei den Protestanten sieht’s auch dunkel aus: 3691 Austritte – Rekord!

4002 und damit am meisten Münchner starben den aktuellsten Zahlen von 2012 zufolge an Krankheiten des Kreislaufsystems (etwa Schlaganfall). Es gab auch ungewöhnliche Todesursachen: 16 Münchner überlebten Stürze von Treppen oder Stufen nicht. Zwei Menschen starben durch Naturkräfte, acht weitere durch Vergiftungen.

38,4 % aller Menschen aus Milbertshofen–Am Hart sind Ausländer. Am wenigsten Migranten leben in Allach-Untermenzing (18,4 Prozent). Die meisten Ausländer kommen immer noch aus der Türkei (39.857). Interessant: Eine einzige Münchnerin kommt aus Andorra, einer von den Komoren, einer aus Swasiland und eine von den Fidschis.

159.301 neue Autos wurden 2013 zugelassen. Das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Großstädter denken offenbar praktischer, denn die Kleinstwagen haben um 22,2 Prozent zugenommen. Zu Lasten der Mini-Vans, die 32,4 Prozent weniger zugelassen wurden. Auch SUVs und Oberklassewagen sind weniger geworden. Die größten Autonarren leben in Allach-Untermenzing: Hier haben 55 Prozent ein Privatauto – in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt dagegen nur 29 Prozent.

166 Eltern haben ihr Kind 2013 Maximilian genannt. In der Hitliste der beliebtesten Buben-Vornamen folgen Felix (124) und David (109). Die beliebtesten weiblichen Namen waren Anna (109), Sophia (108) und Emilia (103). München freut sich als eine der ganz wenigen bayerischen Städte auch diesmal über einen Geburtenzuwachs von 15.092 im Jahr 2012 auf 15.951 im Folgejahr. Am häufigsten haben 32-Jährige ein Kind zur Welt gebracht (1310).Die jüngsten zwei Mütter waren gerade mal 14 Jahre jung, die ältesten beiden waren bereits 52!

13.302 Straftaten gab’s allein in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt rund ums Bahnhofs- und Partyviertel! Das Viertel hat auch die meisten Sexualdelikte (53) zu verzeichnen. In Allach-Untermenzing lebt sich’s mit 1009 Delikten am sichersten. Die meisten Diebstähle fanden in der Altstadt statt. Insgesamt gibt’s immer weniger Vermisste in München (1470).

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