München zahlt 390 Mio. Euro Schulden zurück

München - 2011 will München nicht wie geplant neue Kredite in Höhe von 140 Millionen Euro aufnehmen, sondern 390 Millionen Euro zurückzahlen. So gut stand die Stadt schon lange nicht mehr da. Wir zeigen die Entwicklung.

Grafik: Münchens Milliarden-Schulden seit 1992

Damit würde der Schuldenstand auf 1,8 Milliarden Euro gedrückt, den niedrigsten Stand seit 1996. Diesen Plan will Stadtkämmerer Ernst Wolowicz in zwei Wochen dem Stadtrat vorlegen: „Die noch gute Einnahmeentwicklung muss genutzt werde, um den Schuldenstand deutlich zu reduzieren.“

OB Christian Ude (SPD) feiert das Ergebnis bereits als „finanzpolitischen Paukenschlag“. Die CSU weist darauf hin, dass die Stadt das vor allem dem Freistaat zu verdanken habe.

Im Nachtragshaushalt der Stadt steigen zwar die Ausgaben – vor allem im Sozialreferat. Dafür klettern die Einnahmen umso stärker. Den dicksten Batzen steuern die Stadtwerke bei, deren Bruttogewinn von erwarteten 257 Millionen auf 663 Millionen Euro explodiert! Das Unternehmen muss der Stadt nur 100 Millionen überweisen und darf den Rest in Öko-Strom investieren. Weitere Einahmen stammen aus der Gewerbesteuer und dem Finanzausgleich mit Bayern. „Es ist erfreulich festzustellen, dass die Stadt auf den Kurs des Freistaats einer nachhaltigen Haushaltspolitik einschwenkt“, giftet Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle.

Unterm Strich halbieren sich die Rekord-Schulden von 2650 Euro pro Kopf im Jahr 2005. „Wir haben in dürren Jahren Kredite aufgenommen“, sagt OB Ude. „Der Stadtrat hat mit seiner rot-grünen Mehrheit aber auch die Kraft gehabt, in guten Jahren Schulden abzubauen.“

DAC

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