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Stadt rät zum Impfen

Zecken-Alarm im Perlacher Forst - bereits drei Infizierte!

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Im Perlacher Forst lauern nun Virus-Zecken im Grün.

Im Perlacher Forst haben sich bereits drei Menschen durch Zeckenbisse mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infiziert. Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat das Areal erstmals zum Risikogebiet erklärt und rät dringend, sich impfen zu lassen.

Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – was sich zunächst anfühlt wie eine Grippe, kann auch der Beginn einer schweren Erkrankung sein: der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im schlimmsten Fall können den ersten Symptomen Entzündungen der Hirnhäute und des Gehirns folgen. Auch das Rückenmark kann von der Virusinfektion angegriffen werden. Bei schweren Verlaufsformen bleiben über einen längeren Zeitraum neurologische Ausfälle bestehen wie Anfallsleiden, Lähmungen oder andauernde Kopfschmerzen. Bei circa einem Prozent der Fälle führt die Erkrankung zum Tod. Allerdings: Laut Robert Koch-Institut treten in circa 70 bis 95 Prozent der Krankheitsfälle keinerlei Beschwerden auf. 

Infizierte Zecken lauern jetzt im Perlacher Forst

Übertragen wird die FSME durch infizierte Zecken. Die Milben sind meist für die Übertragung der Borreliose verantwortlich, und das in allen Teilen Deutschlands. Ein kleiner Teil der Tiere ist jedoch auch mit dem FSME-Virus infiziert. Und genau solche sind jetzt im Perlacher Forst aufgetaucht. Bereits drei Menschen haben sich mit der Meningoenzephalitis angesteckt. Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat daher das Areal zum Risikogebiet erklärt.

Die Landkreise rund um München gelten schon als Risikogebiete. Das Referat behält daher auch die Münchner Wälder im Blick. Bereits 2017 war im dem 13,36 Quadratkilometer großen Perlacher Forst ein infizierter Parasit gefunden worden, allerdings hatte sich zu dem Zeitpunkt kein Mensch infiziert. Das gilt auch für 2018, wobei die Zahl der Tiere mit FSME schon zugenommen. Nun sind dem Referat drei Fälle gemeldet worden, bei denen sich Menschen im Perlacher Forst angesteckt haben. Auch wenn es sich noch um Einzelfälle handelt, rät Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) der Münchner Bevölkerung, sich vorsorglich gegen FSME impfen zu lassen: „Die Erkrankung kann durch eine Impfung verlässlich verhindert werden. Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich. Nach drei bis fünf Jahren sollte eine Auffrischimpfung erfolgen. Vor allem ältere Menschen und Kinder sollten sich impfen lassen.“

Impfberatungsstelle in München gibt Auskunft

Das Referat für Gesundheit und Umwelt verfügt in der Schwanthalerstraße 69 über eine Impfberatungsstelle. Dort stehen die Mitarbeiter bei allen Fragen rund um den Impfschutz mit Rat zur Seite steht. Die Beratungsstelle wird derzeit als Münchner Impfkompetenzzentrum ausgebaut und künftig auch subsidiäre Impfungen für die Münchner Bevölkerung anbieten. Die Impfberatungsstelle ist erreichbar über das Service-Telefon unter 089/23 36 69 07, Montag bis Freitag jeweils von 11 bis 12 Uhr.

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Das Robert-Koch-Institut hat in diesem Jahr seine Liste um fünf FSME-Risikogebiete in Bayern erweitert. Bitte nicht kratzen: Darum sollten Sie sofort zum Arzt, wenn ein Zeckenbiss juckt.  

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