Circus Krone-Star besorgt

Raubkatze in der Röhre: Tierisches Drama um bekannten Münchner Zirkus-Löwen

Löwe King Tonga vom Circus Krone in einer CT-Untersuchung bei Augsburg
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Löwe King Tonga vom Circus Krone in einer CT-Untersuchung bei Augsburg.

Der König des Circus Krone, Löwe King Tonga, ist krank. Wie schlecht es um ihn steht, sollte eine Biopsie klären. Die Untersuchung sorgt für erstaunliche Bilder.

München/Gessertshausen - Was für ein Bild: Ein riesiger Löwe liegt in einem Computertomografen (CT). Und es ist nicht irgendeine Raubkatze, die hier liegt, sondern der Löwe King Tonga, König des Circus Krone*. Ihn in die Röhre zu kriegen, war nicht leicht, sagt Star-Dompteur Martin Lacey jr. „Das Gerät hält bis zu 300 Kilogramm aus, King Tonga ist nur ein wenig leichter.“ Vorher wurde das Tier in Narkose versetzt, auf einem Krankenbett mit Hydraulik. Darüber konnte er in das CT gehoben werden.

Circus Krone München: Löwen-Papa King Tonga im Computertomograf

Die Geschichte hinter den spektakulären Bildern ist traurig. „Ich hatte schon länger das Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt“, erzählt Lacey. Als das Tier dann aufgehört habe zu essen und zu trinken, habe er ihn sofort zum Arzt gebracht. In der Tierärztlichen Klinik in Gessertshausen bei Augsburg haben die Ärzte dem 19-jährigen Löwen Blut abgenommen. Die Werte: unauffällig. Aber Lacey glaubt trotzdem, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Ich denke, es könnte etwas mit der Leber sein, seine Augen sind leicht gelb verfärbt“, sagt das Löwenherrchen – deshalb der Weg in die Röhre.

Löwen in München: King Tonga war das Geschenk eines saudischen Prinzen

Dann das Ergebnis: Die Leber ist tatsächlich nicht in Ordnung, die Mediziner ordnen eine Biopsie an, um rauszufinden, was los ist. „Ich habe lange mit den Ärzten überlegt, was wir machen sollen. Am wichtigsten ist es mir, dass King Tonga nicht leidet“, sagt Lacey.

King Tonga ist im Circus Krone aufgewachsen. Ein Prinz aus Saudi-Arabien hatte 2002 dem Zirkus den damals noch kleinen Löwen geschenkt. Seitdem ist er mehrfacher Papa von weißen Löwen (wir berichteten*) und sogar Großvater geworden. Lacey bleibt jetzt nur noch eins: Mit Anspannung auf die Ergebnisse der Untersuchung zu warten. „Ich habe die letzten Nächte nicht geschlafen, ich bin sehr angespannt“, sagt er voller Sorge um seinen Schützling.

Ein Löwen-Drama gab es kürzlich auch in Nürnberg: Das Männchen Subali wurde mit 15 Jahren eingeschläfert. Jetzt sieht sich der Zoo mit schweren Vorwürfen von PETA konfrontiert. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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