S-Bahn-Tunnel wird wohl umgeplant

2. Stammstrecke: Das sind jetzt die dringendsten Fragen

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Weil der Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels wohl umgeplant wird, muss sich die Stadtverwaltung einige Fragen gefallen lassen.

Weil der Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels wohl umgeplant wird, muss sich die Stadtverwaltung einige Fragen gefallen lassen. Diese betreffen auch andere Pläne.

München - So wollen die Grünen wissen, ob von der möglichen Umplanung nur der Bereich unter dem Hauptbahnhof betroffen ist und ob sich dadurch auch die Pläne für die U9 ändern.

Wie berichtet, kann die unterirdische Haltestelle am Hauptbahnhof in 41 Metern Tiefe nicht wie angedacht gebaut werden. Bei einer Probeausschreibung hatte sich keine Firma gefunden, die den Koloss aus Stahl und Beton unter der U1/U2-Strecke errichten würde. Grünen-Verkehrsexperte Paul Bickelbacher sagt: „Das ist doch sehr verwunderlich. Die Kostenschätzungen müssen doch auf Angeboten beruhen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Neubau mit gleichen Kosten und gleichem Fertigstellungstermin realisiert werden kann.“

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Die Bahn will die Station nun weiter nach Westen rücken. Die Grünen befürchten, dass es dadurch zu Verschlechterungen für die Pendler kommt. Denn der direkte Umstieg zum Stachus würde entfallen. Bickelbacher: „Der Stachus ist mit den vielen Tramhaltestellen neben dem Hauptbahnhof ein Knotenpunkt.“ Ferner soll die Verwaltung klären, ob die neuerliche Planung Auswirkungen auf die geplante Spange der U9 haben wird. Die soll ebenfalls unter dem Hauptbahnhof verlaufen. Bickelbacher: „Das ist alles sehr beunruhigend.“

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Unlängst hatten die Grünen beantragt, die Laimer Unterführung aufzuwerten. Die sogenannte Umweltverbundröhre wird im Zuge des Baus der Stammstrecke entstehen. Die Grünen wollten an den Plänen feilen, schlugen etwa Treppenaufgänge Richtung Westen vor. Die Stadt lehnte ab, um den Bau der zweiten Stammstrecke nicht weiter zu verzögern. „Da jetzt ohnehin eine Tektur erforderlich ist: Kann die Umweltverbundröhre doch noch umgeplant und verbessert werden?“ Ferner wollen die Grünen wissen, ob durch die Verzögerungen auch andere Projekte verschoben werden müssen, etwa der Umbau des Hauptbahnhofs, die Tram-Westtangente (die mit der Umweltverbundröhre zusammenhängt) oder der viergleisige Ausbau der Strecke bei Daglfing. Auch die U5-Verlängerung könnte sich verzögern. 

Sascha Karowski

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