Zwischenfall in Justizpalast zeigt Sicherheitslücke

München - Der Zwischenfall mit einem bewaffneten Mann im Münchner Justizpalast hat eine Sicherheitslücke offengelegt.

Nachdem am Montag ein 58-Jähriger eine Pistole gezogen und auf die Türe gezielt hatte, drückte der Pförtner den Alarmknopf in seiner Box. Der Alarm wurde dennoch nicht ausgelöst, weil das System defekt war. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Der Pförtner habe daher telefonisch die Sicherheitszentrale der Polizei anrufen müssen, damit die benötigte Unterstützung kam. Wie ein Sprecher des Justizministeriums sagte, werde die Alarmanlage viermal im Jahr von einer Sicherheitsfirma kontrolliert und sei erst kurz vor dem Vorfall geprüft worden. Dennoch habe der Knopf nicht funktioniert. Erst vor kurzem war hinter der Pförtnerloge eine Besucherschleuse mit Metalldetektoren installiert worden. Der 58-Jährige gab dem Pförtner schließlich seine Waffe und konnte danach festgenommen werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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