Münchens Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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Bausünde: Das Roman-Mayr-Haus am Marienplatz wurde in den 70er Jahren abgerissen, um dem Kaufhof Platz zu machen.

München - München wurde nicht nur im 2. Weltkrieg zu weiten Teilen zerstört, sondern traurigerweise auch noch danach - durch blinde Modernisierungswut. Sehen Sie hier die schlimmsten Bausünden der Vergangenheit.

Ruinenjahre in München – die tz-Serie über den Bombenkrieg in München dokumentierte die Zerstörung der Stadt zwischen 1941 und 1945. Doch auch danach wurden große Teile Alt- Münchens Opfer blinder Modernisierungswut. Der Architekt Erwin Schleich, der nach dem Krieg viele zerstörte Bauten rekonstruiert hatte, beklagte schon 1978 in seinem Buch Die Zweite Zerstörung Münchens den Abriss historischer Bauwerke.

„Bodenspekulationen und neue Schneisen für den Autoverkehr ließen weitere alte Gebäudedem Abrissbagger zum Opfer fallen“,so der Münchner Kunsthistoriker Dieter Klein, der mit dem Münchner Abreisskalender seit 1986 die Veränderung der Stadt dokumentiert. „Während man in den ersten Nachkriegsjahren historische Gebäude detailgetreu rekonstruierte, begann in den 50er-Jahren eine Zerstörungswelle, die sich zwar abgeschwächt hat, aber dennoch anhält. Viele historische Gebäude wurden sogar nach ihrer Wiederherstellung wieder platt gemacht.“

tz-Redakteur Johannes Welte hat sich den Abreisskalender (12,50 Euro im Buchhandel oder über www.munichbooks. de)angeschaut,in Archiven gestöbert – und die Aufnahmen mit dem heutigen Stadtbild verglichen. Gehen Sie mit ihm auf Zeitreise ins alte München:

Münchens Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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