Das sind Münchens Brennpunkte

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Je dunkler das Rot, desto höher die Zahl der Straftaten: Brennpunkte der Stadt München sind demnach der Ostbahnhof und das Viertel am Hauptbahnhof. Das geht aus dem Sicherheitsbericht der Polizei hervor

München - Am Dienstag wird im Stadtrat der erste Sicherheitsbericht Münchens beraten. Darin zeigen sich unter anderem die Brennpunkte der Stadt.

Sicherheit ist mehr, als die Polizei erlaubt. Sicherheit bedeutet nicht nur, dass keine Verbrechen geschehen. Sicherheit ist für viele ein Gefühl: Hier kann man sich frei bewegen und entfalten – ohne Angst. Warum München auch hier gut abschneidet, will der erste Sicherheitsbericht der Landeshauptstadt zeigen, den die Grünen beantragt hatten und der am Dienstag im Stadtrat beraten wird.

„Die gute Sicherheitslage in München ist nicht nur auf die polizeilichen Maßnahmen zurückzuführen, sondern ist gleichermaßen in den vielfältigen Aktivitäten der Landeshauptstadt zu finden“, schreibt Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle im Vorwort – zum Beispiel bei der Sicherheit an Münchens Brennpunkten, beim Schutz von Kindern und Jugendlichen oder beim Schutz vor Krankheiten.

Einige wichtige Punkte:

- Die Polizei veröffentlicht in ihrem Sicherheitsbericht eine Karte der Brennpunkte: An Ostbahnhof, Münchner Freiheit oder entlang der Sonnenstraße bis zum Sendlinger Tor steigt die Gewalt – vor allem nachts, wenn die Diskotheken geöffnet sind und Alkohol im Spiel ist. Auch das KVR kümmert sich um Ruhe und Sicherheit auf den Plätzen. 2011 sprach es 198 Ermahnungen und 129 Aufenthaltsverbote gegen so genannte „Betäubungsmittelstörer“ aus, um eine offene Drogenszene zu unterbinden. Weitere 111 Aufenthalts- und Betretungsverbote kassierten andere Störer – vor allem Alkoholiker und Pöbler.

- Auch Tiere können in falschen Händen gefährlich sein: 13 Kampfhunde und drei weitere Zamperl wurden 2011 den Besitzern zur Sicherheit weggenommen. 2010 wurden 329 Tiere im Tierheim verwahrt. Im gleichen Jahr wurden 2737 Findlinge zurückgegeben oder weiter vermittelt.

- Hohe Einsatzzahlen gibt es in der U-Bahn: Die Wache hat 2011 in rund 60 000 Fällen Personen aus den Anlagen geworfen. 5600 Personalien wurden festgestellt, es hagelte 500 Hausverbote gegen Störer, in 410 Fällen wurden Straftaten festgestellt.

- Zur Sicherheit auf der Straße gehören auch die Maßnahmen gegen Autofahrer: Das KVR zog 1447 Führerscheine ein, 406 Inhaber gaben sie zurück und 165 Personen bekamen sie erst gar nicht. Gründe: Straftaten, Alkohol und Drogen.

- Ärger gibt es immer wieder in Kneipen – nicht nur, weil trotz Verbot geraucht wird. 12 494 wurde kontrolliert. Es gab 859 Bußgelder und 636 Verfahren.

- Das Gesundheitsamt verzeichnete 7567 Meldungen von Infektionen bei 200 Ausbrüchen. Viele Fälle wie Norovirus- oder Influenza-Erkrankungen gehen glimpflich aus. Im Bereich Hepatitis und Tuberkulose mussten 27 Zwangsmittel angedroht werden, um Ansteckungen zu verhindern. Drei Personen wurden zwangsweise abgesondert – also eingewiesen.

DAC

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