Münchens Elefanten-Mädchen stellt sich vor

München - Der ganze Stolz des Münchner Tierparks Hellabrunn, ein elf Tage altes Elefantenbaby, hat sich am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt. So lief der Auftritt des Minifanten:

So viele begeisterte Menschen auf einmal hat sie noch nie gesehen. Darum ist der ­sicherste Platz an diesem aufregenden Tag zwischen Mutters starken Beinen. Da stand sie dann in der Herbstsonne. Ein bisschen schüchtern, auch neugierig und irgendwie so rührend klein.

Trauer um verstorbenes Elefanten-Mädchen Lola: Ihre Bilder

Das Minifantchen aus Hella­brunn – offiziell hat sie noch keinen Namen, aber die Besucher rufen sie schon „Lola“. Der neue Stern am Münchner Elefantenhimmel hängte sich erst mal ­minutenlang an die mütterliche Milchbar, bevor Lola ihre neue Welt erkundete. Voller Stolz und Freude präsentierten Tierparkchef Dr. Andreas Knieriem und die Elefantenpfleger am Dienstag den neuesten Nachwuchs: „Langsam wird es eine richtige Herde mit Müttern, Kindern Tanten und Omas,“ freut sich Knieriem.

Am Abend des 28. Oktober hatte die Elefantenkuh Panang (22 Jahre alt, 1989 im Zoo Zürich geboren, seit Oktober 1995 in Hella­brunn) ihr Kind zur Welt gebracht. Seitdem zeigt sie sich als vorbildliche Mutter. Im Gegensatz zur Freundin Temi, die ihren fünf Monate alten Rabaukensohn Ludwig mit kräftigen Rüsselklapsen energisch zur Ordnung ruft, zeigt sich Panang „geradezu antiautoritär“, hat Chefpfleger Andi Fries beobachtet. „Die Kleine darf bei ihr sogar im Schlaf saugen, und sie lässt sich sogar auf den Rüssel treten und in die Augen fassen.“

Die reizende Konkurrenz hat auch Youngster Ludwig nebenan längst registriert. Hin- und hergerissen zwischen Neugier und Eifersucht machte er jenseits der Seilabsperrung am Dienstag ein solches Theater, dass Leitkuh Tina ihn schließlich genervt antrompetete. Fries: „Es ärgert ihn, dass jetzt jemand anders in seinem Kinderzimmer spielt.“ Bisher beschränkte sich die Annäherung zur Halbschwester auf Sicht- und Rüsselkontakt.

Lola (etwa 95 Kilo) muss noch ein bisschen wachsen, bis sie mit dem wilden Ludwig (150 Kilo) spielen kann. Sie ist halt noch etwas zart, die Kleine. Darum nennt Andi Fries seinen Schützling zärtlich „mein Seidenräupchen“ – weil ihre Haut so weich ist und die Haare noch so flaumig sind.

DOP

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