Münchens erstes rollendes Café

München - Das erste rollende Café der Stadt ist fertig, 5,50 Meter hoch und damit mächtiger als geplant. Es soll bald an verschiedenen Stationen in München Halt machen.

So sieht’s im Inneren des „Walking Café“ aus

München hat sein erstes rollendes Café. Bei der Eröffnung am Mittwoch zeigte sich der japanische Star-Architekt Terunobu Fujimori sehr zufrieden. Sein Walking Café, wie er es nennt, ist eigentlich nach japanischer Tradition ein ­Teehaus – aber weil die Teekultur in München nicht gerade besonders ausgeprägt ist, wurde kurzerhand ein Kaffeehaus daraus. Es ist der Höhepunkt der Ausstellung mit Werken des ­japanischen Künstlers. Ein Höhepunkt, der 5,50 Meter hoch ist und somit rund einen Meter höher als geplant.

Wie kommt’s? „Teru­nobu Fujimori war so begeistert von den Holzstämmen, die er im Forstenrieder Forst schlagen durfte, dass er in seiner Begeisterung immer ausrief: ,Höher, größer, mächtiger‘“, sagt der Museums-Chef Michael Buhrs der tz. Jetzt kann es zu Problemen kommen mit den Oberleitungen der Trambahn.

Warum? Weil das Kunstwerk rollen kann. Kaffee auf Rädern, sozusagen. Und das will man Ende August, Anfang September auch ausprobieren. Da ist Fuji­mori wieder in München. Derzeit sei man in Verhandlungen mit der Stadt, an welchen Orten das Walking Café Sta­tion machen darf, erklärt Buhrs. „Wir möchten ein, zwei Nächte auf einem bestimmten Platz in der Innenstadt bleiben und dann weiter­ziehen.“

Und wie bewegt man das Haus, das von einer goldenen Kuppel gekrönt wird – als Hommage an den Friedensengel? Per Auto, Traktor oder Lkw, eine Anhängerkupplung kann montiert werden. Jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr kann man im Walking Café nach Voranmeldung aus speziellem Keramikgeschirr japanischen Tee trinken.

Und im Haus? Gibt es jede Menge Fotografien von Häusern, die Fujimori gebaut hat, Plastiken, Möbel und vieles mehr. Ein Fest für die Sinne, anregend, spritzig – mehr Sekt als Tee.

Matthias Bieber

Münchner Stadtteile im Porträt

"Unser München": Münchner Stadtteile im Porträt

Terunobu Fujimori. Werkschau 1986 – 2012, bis 16. September, Villa Stuck, Di bis So 11 – 18 Uhr, Eintritt 9 Euro.

Rubriklistenbild: © Bernd Schuller/fkn

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