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Münchens KVR für 64 Millionen Euro modernisiert: Neuer, schöner – und schneller?

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Von: Klaus Vick

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Der neue Eingangsbereich des umgebauten Kreisverwaltungsreferats (KVR) in der Ruppertstraße in München.
Der neue Eingangsbereich des umgebauten Kreisverwaltungsreferats (KVR) in der Ruppertstraße. © Marcus Schlaf

Der Umbau ist vollbracht: Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in der Ruppertstraße hat ein neues Gesicht. Und soll auch beschleunigte Abläufe bieten.

München – Mehr Platz, ein modernes Leitsystem, geringe Wartezeiten: Im neuen Kreisverwaltungsreferat (KVR) an der Ruppertstraße erinnert kaum noch etwas an antiquierten Behörden-Charme. 64 Millionen Euro hat sich die Stadt München den Umbau kosten lassen. Herzstück: das neu gestaltete Bürgerbüro.

Mit mehr als 1,5 Millionen persönlichen Kundenkontakten pro Jahr hat das KVR das höchste Besucheraufkommen aller städtischen Behörden. Und für viele Münchner zählte ein Pflichttermin an der Ruppertstraße nicht gerade zu den größten Vergnügungen. Diese Zeiten aber sollen der Vergangenheit angehören, wie die KVR-Verantwortlichen gestern erläuterten. Rechtzeitig zum Abschied von Chef Thomas Böhle wurde die Modernisierung abgeschlossen.

München: KVR-Umbau wurde 2017 begonnen und dauerte fünf Jahre

Von 2017 bis 2022 haben sich die Arbeiten hingezogen – bei laufendem Betrieb. Zunächst wurde vorn ein fünftes Stockwerk draufgesattelt, anschließend die Fassade und mehr als 2000 Fenster erneuert. All das ließ der Inhaber der Immobilie erledigen – das Gebäude gehört nicht der Stadt. 2019 startete die Modernisierung innen. Das Hauptgebäude hat jetzt vier separate Eingänge, was die Wege verkürzt.

Zur Orientierung gibt’s Info-Tafeln. Der neue barriererefreie Haupteingang, Ruppertstraße 19A, führt zur Ausländerbehörde und zum Serviceschalter des Bürgerbüros. Dieses ist am besten über den Seiteneingang 19B erreichbar. Wer einen Termin online vereinbart hat, etwa für Personalausweis oder Reisepass, muss sich bei einem der zentralen Servicepunkte im Erdgeschoss anmelden und geht dann in den Wartebereich.

München: Wartezeiten im KVR an der Ruppertstraße kürzer – doch es gibt Terminprobleme

Laut Kristin Nettelnbrecher, Abteilungsleiterin des Bürgerbüros, beträgt die Wartezeit aktuell drei bis zehn Minuten. Beim tz-Rundgang gestern waren tatsächlich keine Warteschlangen zu sehen – das System funktioniert. Allerdings: Immer wieder melden sich Leser, die gar nicht erst so weit kommen und Probleme haben, im Internet einen Termin zu ergattern.

Der neu gestaltete Service-Bereich im KVR an der Ruppertstraße in München
Der neu gestaltete Service-Bereich im KVR an der Ruppertstraße. © Marcus Schlaf

Neu im KVR sind auch die Service-Bereiche – sie wirken heller und freundlicher. 364 Beschäftigte arbeiten im Bürgerbüro, täglich werden laut Nettelnbrecher rund 3400 Kundenanliegen erledigt. 2022 seien bereits 142 000 Ausweisanträge bearbeitet worden: „So viele wie noch nie.“

Aktuell gibt es noch einen Sonderschalter für Flüchtlinge aus der Ukraine. Parallel zur Online-Terminvergabe bietet das KVR immer mehr Dienstleistungen komplett digital an. Das Angebot umfasst 75 Online-Dienste. (kv)

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