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Rührende Dankesanzeige

Münchens schönste Liebesgeschichte

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Überglücklich: Erhard und Maria Elsner

München - Erhard Elsner ist seiner Frau so dankbar, was sie für ihn getan hat, dass er sich via tz mit einer Anzeige bei seiner Geliebten bedankt hat. Lesen Sie hier die rührende Geschichte.

Maria Elsner sitzt gerade bei ihrem morgendlichen Kaffee, als sie die Seite 18 der tz vom Wochenende aufschlägt – und ihr fast die Tasse aus der Hand fällt. „Liebste Maria, du hast mir vor Kurzem deine Niere gespendet.“ Damit muss sie gemeint sein! Weiter steht da: „Für das, was Du getan hast, kann ich mich nur tausendmal bedanken und Dich ein Leben lang lieben. Dein Mann Erhard.“ Vor Rührung beginnt Maria zu weinen.

Denn hinter ihr und ihrem Ehemann liegen harte Zeiten: Ende März 2012 verspürt der Sollner Rentner Erhard Elsner (71) starken Augendruck, ihm ist ständig schwindelig. Der Hausarzt stellt fest: Sein Blutdruck liegt bei 200, das ist viel zu hoch. Sofort geht’s ins Krankenhaus. Gerade noch rechtzeitig! Denn die Ärzte stellen fest: Die Arterien in der Niere sind total verkalkt, da fließt kaum noch Blut. Erhard bekommt einen Stent, also eine Gefäßstütze – und glaubt, dass nun alles gut ist.

"Ich hatte solche Angst, dass ihr bei dem Eingriff etwas passiert"

Nach ein paar Tagen fangen die Beschwerden wieder an. Beim Eingriff wurde die Nierenwand beschädigt. Kalk hat sich gelöst und die Niere komplett zerstört. Elsner: „Von da an musste ich jeden zweiten Tag zur Dialyse.“

Mit der Zeit merkt Elsner, was ein Leben am Schlauch bedeutet. „Ich habe insgesamt 25 Kilo abgenommen. Nach jeder Dialyse war ich so schwach, dass ich zu nichts in der Lage war. Ich durfte nur ganz bestimmte Sachen essen. Das schmeckt grausam.“ Erhard Elsner wird freudlos. Er ist verzweifelt und denkt: „Ich halte das nicht aus. So kann ich nicht leben.“

Ein Glück, dass Erhard seine Maria hat, mit der er seit 28 Jahren glücklich verheiratet ist. „Sie ist im Gegensatz zu mir eine Optimistin und hat mir immer Kraft gegeben.“ Schon direkt nach der Dia­gnose hatte Maria ihrem Mann angeboten, eine ihrer Nieren zu spenden. Erhard hatte abgelehnt. Nun bietet ihm Maria erneut ihr Organ an. Sie will nicht, dass ihr Mann so sehr leiden muss. Erhard Elsner hat schlaflose Nächte. „Ich hatte solche Angst, dass ihr bei dem Eingriff etwas passiert.“

"Dieses Geschenk ist unbezahlbar!"

Doch die lebensfrohe Abteilungsleiterin eines Auktionshauses kann schließlich ihren Liebsten überreden. Am 7. Mai 2013 bekommt Erhard die Niere seiner Frau. Dann ein erneuter Rückschlag: Sein Körper stößt die Niere zuerst ab. Beide sind geschockt! Nach drei zähen Wochen aber können sie aufatmen: Die Niere funktioniert doch!

Seither fühlt sich der Sollner wie ein neuer Mensch: „Ich kann endlich wieder normal essen und trinken und muss nicht zur Dialyse. Dieses Geschenk ist unbezahlbar!“ Als es dann auf den runden Geburtstag seiner Frau (welchen, will er nicht verraten) am Sonntag zugeht, wird dem Ehemann klar: Ein gewöhnliches Geschenk ist für sie nach alldem zu wenig. Und so gibt er die Zeitungsanzeige auf.

Zwar beteuert seine Frau weiterhin: „Das war selbstverständlich, dass ich das gemacht habe.“ Aber sie freut sich so riesig über die Anzeige, dass sie sie sogar einrahmt und aufhängt. Die Transplantation hat das Ehepaar noch enger zusammengeschweißt. Und sie hoffen: „Vielleicht trauen sich dadurch noch mehr Menschen, ihre Niere zu spenden.“

Nina Bautz

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